Auf küstennahen Pfaden rund um Ibiza

Ibiza war bis 1950 eine vom Tourismus so gut wie unberührte Insel. Die Bewohner lebten von der Landwirtschaft, der Fischerei und der Gewinnung von Meersalz in der Saline. Die ersten Besucher waren Künstler und Literaten. Walter Benjamin weilte 1932/1933 auf der Insel. Später entdeckten die Hippies die magische Insel. Es folgten die Berühmten, Reichen und Schönen. Auch Pauschaltouristen kamen nach der Eröffnung des Flughafens (1958) auf die kleine aber feine Baleareninsel. Seit 1987 wird auf Ibiza auch gewandert. Zahlreiche Wanderungen habe ich in den fünf Auflagen meines im Sunflower Verlag (London) erschienenen Führers beschrieben. Die meisten Tagestouren verlaufen ganz oder in Teilstücken auf Küstenpfaden. Um eine komplette Rundwanderung um die Insel zu erhalten, habe ich die letzten noch fehlenden Abschnitte im Frühjahr 2011 erkundet. Die Gesamtlänge dieses Küstenweges beträgt ca. 214 km.

Die Längen der einzelnen Etappen unterscheiden sich stark. Die kürzeste Etappe ist 3 km lang, die längste 18 km. Das hängt einmal mit den Ausgangs- und Endpunkten der Etappen zusammen, sie müssen ja mit dem PKW erreichbar sein. Aber auch die Anforderungen, die das Gelände stellt, sind sehr unterschiedlich. Die Erkundungen gehen aber weiter. Fertig wird der Weg so schnell nicht werden, selbst wenn er einmal vollständig markiert sein sollte. Änderungen werden sich immer wieder ergeben.

Wer die Wanderungen nachgehen möchte, sollte sich auf der kleinen Insel morgens zum Ausgangspunkt fahren und am Nachmittag wieder abholen lassen. Man kann auch ein Taxi für die An- und Rückfahrten bestellen - für die Rückfahrt am besten per Handy. Es gibt vier Taxi-Rufnummern: Santa Eularia 971-333333, Sant Antoni 971-343764, Eivissa 971-398483, San Jose/Flughafen 971-800080. Bei vier Personen ist der Preis nicht höher als die Busfahrscheine. Busverbindungen gibt es nur in wenigen Fällen. Mit zwei PKWs - eins am Anfang, das andere am Ende der Etappe geparkt - lassen sich die Wanderungen ebenfalls gut bewerkstelligen. Man sollte vielleicht nicht unbedingt den Ehrgeiz haben, alle Etappen der Reihe nach abzuwandern. Man kann sich durchaus einige Etappen in der Nähe seines Aufenthaltsortes oder Etappen mit geringen Anforderungen herauspicken. Wer dennoch die Inselumwanderung in einem Guss mit Übernachtungen an den Etappenenden gehen möchte, kann in folgenden Orten übernachten: Santa Eularia, Es Cana, Cala Llenya, Es Figueral, Cala de Sant Vicent, Portinatx, Port de Sant Miguel, Sant Antoni, Cala Moli, Cala Vedella, Es Cubells, Sa Canal, Eivissa, Talamanca, Cala Llonga. Problematisch sind allerdings die Öffnungszeiten der Hotels in den Wandermonaten November bis April. Hierzu muss man unbedingt die Auskünfte aus dem Internet einholen. Wer keinen Fahrer hat, dem möchte ich die beiden preiswerten Übernachtungsmöglichkeiten in Santa Eularia (Sa Rota und Buenvista Hostel) und die An- und Rückfahrt per Taxi zu viert empfehlen.

Etappenlängen

Die Etappenlängen sind bewusst kurz gehalten, um auch dem wenig geübten Wanderer die Inselumrundung per pedes zu ermöglichen. Unerfahrene und wenig trainierte Wanderer sollten allerdings lieber einige von mir in meinem Buch (s.u.) beschriebene Wanderungen unternehmen, bevor sie sich auf das Abenteuer einer Inselumrundung auf einem noch nicht einheitlich markierten Weg einlassen. Erfahrene und starke Wanderer schaffen dagegen zwei oder manchmal vielleicht auch drei Etappen an einem Tag. Die Insel mit Biwaksack, Schlafsack und vollem Gepäck zu umwandern, ist natürlich auch möglich. Dies ist aber wohl jungen und abenteuerlustigen Weitwanderern vorbehalten. Das freie Zelten ist auf der Insel wg. der Waldbrandgefahr zwar verboten, wird aber toleriert. In der Berg-Einsamkeit ist man ohnehin allein. Biwakieren wird aber nicht verfolgt. Wasser muss mitgeführt und täglich ergänzt werden; es gibt keine Brunnen am Meer. Wegen der Waldbrandgefahr darf man natürlich kein Feuer anzünden. Als erster hat der Schweizer Roger Matt die Insel im Juni 2013 umrundet - Roger hat allerdings in Hotels übernachtet, was ich allen Begehern des Inselrundweges ebenfalls empfehle. Im Frühjahr 2017 hat der Deutsche Florian Glatzner die Insel mit seiner Partnerin in acht Tagen umrundet. Florians Korrekturvorschläge habe ich in die Beschreibungen der Etappen eingefügt. Ich möchte für das Wandern auf diesem Küstenweg  die Monate von November bis April empfehlen. Im Mai kann es schon wieder recht heiß sein, was ich im Mai 2016 wieder einmal erfahren habe. Die Beschreibungen der Etappen sind nicht so ausführlich wie in der Wanderliteratur (Hürten, Losse, s. u.). Sie setzen eine gewisse Erfahrung im eigenständigen Wandern voraus.

Ausrüstung

Zur Ausrüstung im Tagesrucksack sollten die genauen Karten des neunblättrigen Kartenwerks Mapa Topográfico de Espagna (1:25000), ein Kompass, ein GPS-Gerät und ein Handy gehören. Die Kompass-Karte No 239 (1:50000) leistet aber auch gute Dienste. Ebenso die Karte von Freytag & Berndt (1:40000). Das neunblättrige Kartenwerk erhält man z. B. bei Vorbestellung in der internationalen Buchhandlung Libro Azul in Santa Gertrudis (www.libro-azul-ibiza.com). Die Kompass-Karte wie auch F&B-Karte hat die Buchhandlung vorrätig. Es gibt durchaus noch Wege, die noch dichter an der Küste verlaufen, die aber im Laufe der Zeit zugewachsen sind oder über Privatbesitz führen. Sie sind auf keiner Karte verzeichnet. An einigen Stellen habe ich die UTM-Koordinaten angegeben. Mit einem GPS-Gerät hat man so einige zusätzliche Orientierungspunkte. Eine einheitliche Markierung für den hier beschriebenen Wanderweg gibt es noch nicht. Es gibt aber verschiedene Markierungen, da ja seit 1987 auf Ibiza gewandert wird. Vor der Motorisierung wurden die Wege der Einheimischen mit roten Punkten markiert; diese Markierungen findet man kaum noch. Mit blauen gleichschenkligen Dreiecken hat der 2010 verstorbene Wanderfreund Rolf Hürten zahlreiche Wege markiert. Ich nenne diese Markierungen kurz "Hürten-Dreieck" oder "Hürten-Pfeil". Diese wichtigen Markierungen verblassen jedoch mit der Zeit. Der Schweizer Josef Zimmermann und Sein Sohn Samuel Zimmermann Costa bemühen sich, diese Wegzeichen zu erneuern.

Markierung

Die grünen oder grün-weiße Wegzeichen (Striche oder Dreiecke) stammen vom lokalen Wanderverein Ibizacaminante. In der Gemeinden San Juan und Santa Eularia stehen Holzpfosten mit Zielen und Kilometerangaben an den Wanderwegen. Gelegentlich findet man auch gelbe und ältere blaue Markierungen, deren Ursprung mir noch unbekannt ist. Gut markiert sind die Fahrradrouten, die aber auch von Wanderern genutzt werden können. Eine Trennung von Rad- und Wanderwegen ist auf Ibiza nicht erforderlich. Die Anzahl der Anhänger dieser beiden schönen Sportarten ist auf der Insel noch gering. Es gibt auf Ibiza aber schon drei Wandergruppen: Die Ibizacaminante, ein Verein mit ca. 60 Mitgliedern, die sich regelmäßig zu Wanderungen treffen. Dann eine deutschsprachige Wandergruppe, die von dem Schweizer Josef Zimmermann geführt wird. Die Veranstaltungen werden im Magazin Ibiza HEUTE monatlich angekündigt. Schließlich treffen sich englischsprachige Residents auch regelmäßig zu gemeinsamen Touren. Diese Tagestouren leitet Jim Arymar. Jim und sein Freund Gerrard Sweeney haben mir hilfreiche Tipps zu einigen Etappen gegeben.

Das Netz von Wanderwegen wächst ständig. Leider sind die Markierungen nicht einheitlich. Obsolet sind die um 1990 errichteten Pfähle der Falkenrouten. Die Wege, an denen sie stehen, sind heute überwiegend asphaltiert und meist Bestandteil von Radwegen geworden. Eine gedruckte Übersicht über alle mit hohem finanziellem Aufwand seinerzeit errichteten Falkenrouten gibt es nicht mehr. Ich habe bereits damals (1988) dringend von dem teuren Vorhaben abgeraten.

Wertvolle Tipps zu den Wanderungen verdanke ich außerdem meinem Schweizer Wanderfreund Leo Inäbnit, der sich ebenfalls seit vielen Jahren um die Wanderrouten auf Ibiza bemüht. Besonders intensiv hat Leo die westlich der Cala d’Albarca gelegene Halbinsel Morro des Cap erkundet. Und mein englischer Wanderfreund Jim Arymar hat wichtige Varianten erkundet, die ein paar Etappen verändert haben.

Wanderliteratur

Wanderliteratur gibt es auf Ibiza seit 1989. Vergriffen und nur noch antiquarisch erhältlich sind die vier 1989, 1995, 2007 und 2014 erschienenen Auflagen meines bei Sunflower Books, London auf deutsch, englisch und spanisch veröffentlichten Buches "Landschaften auf Ibiza und Formentera". Aktuell ist die 2017 nur auf englisch erschienene Ausgabe "Ibiza and Formentera - car tours, cycle tours and walks". Restbestände der älteren Auflagen gibt es noch vereinzelt in einigen Buchhandlungen auf der Insel. Vergriffen sind ebenfalls die bei Ibiza HEUTE um 2000 erschienenen drei Wanderheftchen "Ibiza Wanderführer" meines verstorbenem Wanderfreundes Rolf Hürten. Sein Band "Ibiza - 37 Wanderungen" aus dem letzten Lebensjahr des Autors (2010) ist inzwischen auch vergriffen und wird nicht wieder aufgelegt (ISBN 84-607-4227-2). Noch im Handel ist das im Bergverlag Rother 2016 erschienene Buch "Ibiza und Formentera - Die schönsten Tal- und Höhenwanderungen". Dieser Titel enthält im wesentlichen die Wanderungen der Auflagen meines Führers. Für Wanderer ebenfalls gut geeignet sind die Mountainbike-Fahrradrouten "IBIZA BIKE AREA". Diese von Ibiza Travel 2008 herausgegebene Loseblattsammlung ist kostenlos bei den Informationsbüros erhältlich.

Dann gibt es noch eine weitere von der Gemeinde Santa Eularia herausgegebene Loseblattsammlung von 12 Radrouten. Die mit dem hohen Schwierigkeitsgrad bezeichneten Touren für Mountainbiker sind für den Wanderer auch gut zu nutzen.

Und schließlich ist die Gemeinde San Juan dabei, die Wanderwege in exzellenter Weise zu markieren und zu beschreiben. An quadratischen Holzpfählen sind Ziel, Weglänge und Gehzeit angegeben. Flyer mit allen Routen können unter www.santjoandelabritja.com kostenlos heruntergeladen werden.

Von den allgemeinen Führern über Ibiza erscheinen mir zwei Titel besonders geeignet: einmal der von Thomas Schröder im Michael Müller Verlag erschienene Titel "Ibiza und Formentera" sowie der von Patrick Krause und Anke Schäfer verfasste Band „Ibiza & Formentera“ (erschienen bei MairDuMont). Beide enthalten auch eine kleine Auswahl von Wanderungen aus der von der ibizenkischen Wanderszene veröffentlichten Touren.

Nach diesem langen Vorspann nun endlich zu der Inselumrundung per pedes:

1. Etappe Von Santa Eularia nach Es Canar (Karten 799-I und 773-III)

Diese kurze Etappe (6 km) ist kaum mehr als ein etwas längerer Spaziergang. In etwa zwei Stunden wandert man von einem Küstenort zum nächsten. Dennoch erfordern einige Stellen am Klippenrand Trittsicherheit.

Am östlichen Ende der Promenade zweigt man bei der Werftanlage und dem Hotel Estaques zum Meer ab. Durch ein Parkgelände steigt man auf einem steinigen Küstenpfad zu einem Betonweg an. Auf der anderen Seite des 33 m hohen Hügels geht es steil zur Hotelanlage Sol Ibiza hinab. Man kann auf der Meerseite des Hotels vorbeigehen. Danach führt der Pfad durch weitere Hotelanlagen hindurch oder an ihnen meerseitig vorbei. Danach werden mehrere Buchten passiert: Playa Niu Blau, Cala Pada, Cala Martina. Nach dem Eintritt durch eine geöffnete Pforte verlässt man die Anlage bald wiedernach rechts und folgt einem schmalen Pfad zwischen Mauer und Maschendraht. Vor einem Wäldchen (rechts) und Appartementhäusern (links) geht es dann zur Straße. Durch den Ort wandert man bis zur Busstation bzw. Taxenstand. Von Es Cana gibt es eine Busverbindung nach Santa Eularia.

2. Etappe Von Es Canar zur Cala Mastella (Karte 773-III)

Diese ebenfalls kurze Etappe (5 km) führt über die Buchten Cala Nova und Cala Llenya.

Gelegentlich müssen Hotels, Villen und Appartementanlagen landseitig umgangen werden. Von der Cala Llenya steigt man eine Treppe zur Feriensiedlung Can Jordi hinauf. Zur Wanderzeit von November bis April ist es aber sehr ruhig hier. Die Anlagen sind dann unbewohnt. Von Can Jordi wandert man auf einem asphaltierten Weg zur fjordähnlich eingeschnittenen Bucht Cala Mastella. Das berühmte Fischrestaurant ist im Winter geschlossen. Unmittelbar vor der Cala Mastella gibt es eine nicht leicht zu findende Stelle zwischen zwei Grundstücken. Genau beschrieben ist diese Stelle in meinem Führer. Man wandert einen schmalen blau markierten Pfad zwischen zwei Grundstücken zur Cala Mastella hinab. Das letzte Stück ist recht steil und sollte bei Nässe nicht begangen werden. Der GPS Track soll hier nach der Aussage eines Begehers (2017) etwas ungenau sein.

3. Etappe Von der Cala Mastella zur Platja des Figueral (Karte 773-III)

Diese Wanderung (9 km) führt leider landseitig um den Puig d'en Mestre und die Serra des Llamp mit dem Puig d’en Mateu herum.

Hier auch einen möglichst küstennahen Pfad zu kreieren, bleibt ein Fernziel. Von der Cala Mastella wandert man auf dem asphaltierten aber kaum befahrenen Weg zur Cala Boix. Den auf der Karte gestrichelten Felsenpfad bin ich früher mit Wandergruppen gegangen. Er ist mühsam. Von der Cala Boix folgt man teilweise der Radroute 5. Sie wurde von der Gemeinde Santa Eularia gut markiert. Vor der Bucht Pou des Lleó machen wir aber einen Abstecher nach Osten zum Torre d'en Valls. Und vom Torre d'en Valls folgen wir dem etwas abenteuerlichen Küstenpfad zum Pou des Lleó, wo wir uns der Radroute 5 wieder anschließen. Der Küstenpfad erfordert etwas Trittsicherheit, er führt an einem sehr schönen Torbogen am Klippenrand vorbei. Hier befand sich einst ein Brunnen, der sich jedoch nach einem Einbruch des Küstengesteins mit Salzwasser füllte. Hinter dem Caló Roig biegt der Rad- und Wanderweg leider landeinwärts nach Westen. Nach Durchquerung der zur Wanderzeit einsamen Hotelanlagen erreichen wir den schönen Strand von Es Figueral.

4. Etappe Von Es Figueral nach Cala San Vicente (Karte 773-III)

Diese Wanderung zählt mit nur 5 km Länge aber fast 300 Höhenmetern zu den etwas anspruchsvolleren Touren der Inselumrundung.

Vom Strand Platja des Figueral steigt man zunächst ein paar Meter zu einem Fahrweg an, der in nordwestlicher Richtung an der markanten Säule Paller des Camp vorbeiführt. Der Weg biegt bald nach Westen und führt auf die PM-810. Diese noch gar nicht so alte Straße verbindet San Carlos mit Cala San Vicente. Ihr zu folgen, wäre zwar küstennah aber langweilig und aufgrund der zahlreichen Kurven nicht ungefährlich. Wir wählen daher den Pfad über die fast 300 Meter hohe Bergkette. Folgen Sie dem Weg auf der Karte zunächst bis zu PM 810. Überqueren Sie die PM 810 vor einer Linkskurve und folgen Sie der Karte. Der Weg verläuft zunächst in der Hauptrichtung nach NNW, später nach NNO. Im Tal von Cala San Vicente verläuft er am Flussbett südlich der PM 811. Genauer ist der Weg in meinem Führer beschrieben.

5. Etappe Von Cala San Vicente zur Hochebene Can Joan des Pla (Karten 773-III und 773-I)

Diese 8 km lange Etappe führt den Wanderer zunächst auf die Höhe der Villensiedlung Punta Grossa (155 m) und anschließend an die traumhafte und menschenleere Nordküste der Insel.

Vom Parkplatz Cala San Vicente führt der asphaltierte Weg zunächst auf der südöstlichen Seite der Punta Grossa steil hinauf. Bei den großen Steinen auf der Höhe sollte man der mit roten Pfosten markierten Falkenroute noch ein Stück folgen, um die traumhaften Ausblicke von der Höhe zu genießen. Dann geht es zu den großen Steinen zurück. Der Abstieg erfolgt auf der Nordseite der Punta Grossa. Dieser Weg ist nur teilweise asphaltiert. Beim Abstieg sollte man den kleinen nicht markierten Pfad nicht verpassen (UTM 0378691 und 4326610). Er zweigt nach rechts ab und trifft vor dem Eingang zu der nie in Betrieb genommenen Ferienanlage Alle Dins auf die Asphaltstraße zu dieser einsamen Urbanisation. Auf der anderen Seite führt dann gegenüber der Rezeption der markierte Wanderpfad in den Wald hinein (UTM 0378805 und 4326757).

Der steinige gelb markierte Pfad quert den Torrente an seinem oberen Ende. Nach rechts hat man bald einen Blick auf den nicht mehr zugänglichen Leuchtturm Punta Grossa. Wir kommen bald an eine wichtige Abzweigung: Der Hürten-Pfeil zeigt hier in beide Richtungen. Der Weg in Richtung Meer ist verfallen. Wir ignorieren den mit einem roten Pfeil nach links bergan führenden Weg und gehen geradeaus weiter (UTM 0378762 und 4327605). Durch eine kleine Schlucht gelangen wir zu einer verfallenen Steinhütte. Hier können wir kurz zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das Meer abzweigen. Der Abstieg in die Bucht Aigua Dolca (Cala des Jonc) ist aber sehr steil. Man sollte ihn vermeiden! Wir gehen von der Steinhütte leicht absteigend geradeaus weiter - parallel zur Küste. Venda de Cas Rierons heißt dieser Küstenabschnitt. Das Gelände wird flach, und wir gelangen auf eine Halbinsel mit den vorgelagerten Inseln S'Escullet und Ses Formiges. Von der Bucht Cala d'en Buscar steigen wir in südwestlicher Richtung zur Hochebene Pla de ses Formigues an. Der Anstieg ist mit blauen Hürten-Pfeilen markiert. Das verfallene Haus (UTM 0376829 und 4327618) eignet sich gut zur Vereinbarung des Treffpunktes zur Abholung. Vorher kann man noch der nahen Höhle Es Culleram einen Besuch abstatten. Der Weg ist ausgeschildert. Hier wurden 1907 Votivbilder der Göttin Tanit gefunden. Der Weg der Karthager zu der Höhle war vermutlich der Pfad unseres Anstiegs von der Bucht Cala d'es Buscar, wo die Schiffe der Karthager wahrscheinlich geankert haben. Vielleicht sogar früher als in der Bucht Sa Caleta. Nach Aussage eines Begehers (2017) soll der GPS-Track in die Bucht Aigua Dolca hinabführen. Man steigt aber nicht in die Bucht ab! Ich gehe die Pfade immer noch nach der genauen Karte (1:25000) ohne GPS-Track.

6. Etappe Von der Hochebene Can Joan des Pla bis zur Bucht Port de ses Caletes (Karte 773-I)

Diese nur 6 km lange Wanderung führt uns zu grandiosen Aussichtspunkten über die Nordküste. An dieser Beschreibung hat mein Wanderfreund Jim Arymar mitgearbeitet.

Wir beginnen die Etappe an dem verfallenen Haus auf der Hochebene Can Joan des Pla (UTM 0376829 und 4327618). Ein grün markierter auf der Karte nur teilweise eingezeichneter Weg zweigt hier in nordwestlicher Richtung ab. Ein rotes P ist eine weitere Markierung. Bei einer verlassenen Finca führt der Pfad durch die Lücke in einer Steinmauer (UTM 0376577 und 4328048). Im weiteren Anstieg erblicken wir bald den Leuchtturm von Portinatx. Kurz darauf verbreitert sich der Pfad zu einem Fahrweg. Bei zwei Bäumen (UTM 0375815 und 4327876) erfolgt nach rechts der Anstieg zum 301 m hohen Talaia de sa Cala (Talaia de Sant Vicent). Im An- und Abstieg und besonders in Gipfelnähe ist Vorsicht geboten. Das Gelände fällt senkrecht nach NW ab.

Wir steigen nach Erreichen des Gipfels wieder sehr vorsichtig auf dem mit grünen Punkten markierten Pfad ab und folgen dem Fahrweg dann nach rechts in westlicher Richtung. Wir kommen auf einen asphaltierten Weg und folgen ihm weiter abwärts. Er führt an einigen Villen vorbei. Dann kommen wir an eine Einmündung (N39.08780, O1.55664). Ein kurzes Stück gehen wir in nördlicher Richtung. Dann zweigen wir nach links ab. Ca. 600 m führt der Weg durch Wald. An der Verzweigung N39.08778, O1.55014 zweigen wir nach rechts auf einem Fußpfad ab. Wir folgen ihm ca. 1km. Es geht sich leicht auf dem Weg, der sich um kleine Täler herumschlängelt. Bald erreichen wir die Reste einer kleinen Finca. Wir folgen dem Fußpfad und zweigen Sie nach links zu den Bootsschuppen (varaderos) in Port de ses Caletes ab! Hier endet die 6. Etappe, und hier lassen wir uns abholen. Vom kleinen Hafen führt ein asphaltierter Weg zum Ort Sant Vincent de sa Cala und weiter zur PM 811.

7. Etappe Von der Bucht Port de ses Caletes zur Bucht Cala d'en Serra (Karte 773-I)

Diese nur 3 km lange Etappe führt überwiegend durch ein Waldgebiet, das im Mai 2011 teilweise abgebrannt ist.

Vielleicht kann man diese kurze Wanderung bei der Begehung noch an Etappe 6 anhängen. Wir beginnen die Wanderung an den Bootsschuppen (varaderos) von Port des ses Caletes, wo der asphaltierte Weg endet. Wir durchqueren ein enges Tal und steigen in nordwestlicher Richtung an. Der Anstieg ist leicht. Man muss aber seinen Weg über verbrannte Hölzer finden (Februar 2015). Der Waldbrand fand im Mai 2011 statt. Nach 250 m erreichen wir eine verfallene Hütte. Wir steigen weiter an. Nach 180 m kommen wir an eine Mauer, die sich in nordwestlicher Richtung erstreckt. Gehen Sie zunächst links neben der Mauer! Nach 100 Metern biegt die Mauer nach links. Zur Linken sehen Sie ein Haus. Kurz darauf stoßen Sie auf einen Weg, der zu dem Haus führt. Jetzt sind Sie auf dem Puig de ses Roques in 268 m Höhe. Gehen Sie den Camino abwärts! Auf dem Bergrücken steigen Sie zu Cala d’en Serra ab. Von der Bucht gehen wir an der Hotelruine vorbei hinauf zu dem asphaltierten Weg, wo der Fahrer vermutlich schon wartet. Der Pfad von der Bucht Port de ses Caletes zur Hotelruine wurde von Jim Arymar und Gerrard Sweeny erkundet.

Dieser Abschnitt ist - wie ein Begeher 2017 festgestellt hat, schwer zu finden. Man muss 270 m durch ein Waldbrandgebiet aufsteigen. Man sieht aber bald schon die Bauruine des geplanten Hotels an der Cala d'en Serra. Dieser kurze Steckenabschnitt bedarf unbedingt des Ausbaus und der Markierung!

8. Etappe Von der Cala den Serra nach Portinatx (Karte 773-I)

Diese nur 3 km lange Etappe hat es in sich.

Der mit blauen Hürten- Dreiecken markierte Weg ist nicht immer leicht zu finden. Verlaufen kann man sich aber praktisch nicht, zur Rechten hat man ja stets die Steilküste in nicht allzu großer Entfernung.

Über San Juan oder Portinatx lassen wir uns zur Cala d'en Serra fahren. Welchen der beiden ca. 10 m voneinander entfernten Pfade man vom Einstiegsplateau aus wählt, ist beliebig. Ich empfehle den küstennäheren. Nach 50 Metern treffen sie zusammmen. Der Pfad führt immer einmal wieder dicht an die Abbruchkante heran. Es ist also Vorsicht geboten. Man wandert übrigens in Gegenrichtung der blauen Pfeile. Rolf Hürten hat den Pfad von Portinatx aus beschrieben. Bald wendet sich der Pfad von der nördlichen in die westliche Richtung auf den Leuchtturm Far de Portinatx zu. Neben den blauen Hürten-Pfeilen findet man gelegentlich auch kleine Steinpyramiden. Hinter drei Steinpyramiden geht es steil zur Küste hinab. Eine leichte gut markierte Kletterstelle muss bewältigt werden (UTM 0373942 und 4330549). Wenn man aus dem Barranco herausgestiegen ist, wird der Weg wieder einfacher. Bald erblickt man den Leuchtturm durch die Bäume. Vom Leuchtturm gibt es auch einen Weg zur Straße. Er führt an einer alten Finca vorbei über das Privatgrundstück Can Galera 31. Die kleinen kläffenden Hunde sind nicht gefährlich. Und die Besitzer sind freundlich. Diesen Abstecher sollte man aber nur unternehmen, wenn man die hübsche alte Finca sehen und fotografieren möchte. Der Hauptweg führt an der Steilküste in Richtung WSW weiter nach Portinatx.

Am kleinen Sandstrand Es Portixol endet die 8. Etappe. PKWs können bis hierher fahren.

9. Etappe Von Portinatx zur Cala Xarraca (Karte 773-I)

Diese 7 km lange Etappe führt zunächst durch den Ferienort Portinatx, der zur Wanderzeit aber so gut wie ausgestorben ist.

An der Bucht Es Portixol beginnt die Wanderung. Die folgt zunächst dem Küstenverlauf. Wir überqueren die erste und bald darauf die zweite Bucht. Wenn es an der Küste nicht mehr weiter geht, steigen wir steil zur Straße auf und folgen ihr nach rechts. Die Straße mündet in die zur Wanderzeit unbefahrene Hauptstraße C-733 ein. Ihr folgen wir bis zum Restaurant Can Lloqui mit der Minigolfanlage. Hier zweigen wir nach links ab und wandern parallel zu C-733. Kurz vor dem Abzweig zur Cala Xucla treffen wir wieder auf die Hauptstraße. Auf ihr gehen wir ein kurzes Stück bis zum Abzweig zur Cala Xucla. Hier steigen wir zur Bucht hinab. Von der Cala Xucla folgen wir dem Küstenpfad zur Cala Xarrca. Hier steigen wir zur Hauptstraße an und lassen uns abholen. Genauer ist der Weg in meinem Führer beschrieben.

10. Etappe Von der Cala Xarraca zum Strand von Benirras (Karten 773-I und 772-II)

Diese 11 km lange Wanderung führt heute durch eine vom Waldbrand 2010 heimgesuchte Küstenregion. Erst 2040 wird der Küstenstrich wieder bewaldet sein wie zuvor. Man hat aber jetzt weite Fernblicke über den Küstenverlauf. Interessant sind die antiken Bienenstöcke, die früher im Wald verborgen waren.

Von der Cala Xarraca steigt man zunächst auf die 73 m hohe Halbinsel Xarraca hinauf. Der Küstenpfad führt über die fotogene Höhle Cove de Llevant. Nach Umrundung des höchsten Punktes (Steinsäule) geht es auf der Westseite der Halbinsel wieder nach Süden, später nach Westen. Der asphaltierte Fahrweg endet an der Position UTM 0368 926 und 4328454. Auf einem guten Schotterweg folgen wir der zauberhaften Küste auf der Route 4 (UTM 0367460 und 4329110) bis zur Calo de s‘Illa. Lohnenswert ist auch ein Abstecher zur Halbinsel Illa den Calders. In der Bucht beginnt erst westwärts, dann südwärts ein schmaler Pfad zur Benirras Bucht. Der breite Hauptweg führt an einem inzwischen hoffentlich nicht mehr vorhandenen Schrottauto (UTM 0367097 und 4328315) vorbei. Von der Passhöhe blickt man auf Benirras, Na Xamena, San Miguel und den Torre des Molar - sämtlich Stationen unserer Küstenwanderung um die Insel. Bei einem roten Pfeil (UTM 0367143 und 4327460) halten wir uns rechts und gelangen bald an die ehemals von Pinienwäldern eingerahmte schöne Bucht Benirras. Durch den Waldbrand sind die alten schmalen Pfade auf der Halbinsel Xarraca teilweise zerstört. Über weite Strecken geht man hier weglos, wie ein Begeher im Jahre 2017 festgestellt hat. Hier müssten die alten Pfade ebenfalls wieder hergestellt werden!

11. Etappe Von Benirras nach Na Xamena (Karten 772-II und 772-IV)

Auf dieser 8 km langen Wanderung sind etliche Höhenmeter zu überwinden.

Vom Benirras Strand gehen wir ein Stück auf der Straße landeinwärts und zweigen dann auf einem asphaltierten Weg nach Port San Miguel ab. Diese im Sommer stärker befahrene Straße ist im Winter so gut wie autofrei. An diesem Asphaltweg liegt auch die Tropfsteinhöhle Cova de Can Marca. Sie kann besichtigt werden, wenn sie geöffnet hat. Bei der Einmündung des asphaltierten Weges in die Hauptstraße gehen wir in Port de Sant Miquel nach rechts in Richtung Meer. Wer das asphaltierte Stück vermeiden möchte, kann auch kurz nach der Benirras Bucht nach links auf die Route 5 abzweigen und auf ihr etwas weniger küstennah Port de Sant Miguel erreichen. Den Verlauf der Route kann man dem kostenlosen Flyer der Gemeinde San Juan entnehmen. In Port San Miguel beginnt am Meer ein mit blauen Hürten-Dreiecken markierter Pfad zum Torre des Molar. Von hier aus geht es dann in westlicher Richtung auf einem mit quadratischen Holzpfählen markierten Pfad nach Na Xamena. Das letzte Stück verläuft auf dem asphaltierten Fahrweg. Bevor Sie sich vor dem Luxushotel "Hacienda" abholen lassen, sollten Sie zu dem 233 m hohen Punkt im Norden wandern, um die herrlichen Ausblicke in alle Richtungen zu genießen. Vor dem Hotel holt Sie der Fahrer oder ein Taxi ab. Nach den Erfahrungen eines Begehers (2017) stimmt der GPS-Track hinter dem Torre des Molar nicht mit meiner Beschreibung überein. Das liegt wohl daran, dass ich die Route seinerzeit mit Karte und Kompass gewandert bin. Der GPS-Track wurde später hinzugefügt. Man sollte also vom Torre des Molar der Hürten-Dreiecken und der Holzpfählen folgen!

12. Etappe Von Na Xamena an die Cala d'Albarca (Karte 772-IV)

Diese 10 km lange Wanderung stellt höhere Anforderungen, weil recht große Höhenunterschiede zu überwinden sind. Die Route ist mit verschiedenen Wegzeichen gut markiert.

Vom Hotel "Hacienda" geht es zunächst nach Südwesten an die steile Bucht Cala Na Xamena heran. Als Wegzeichen dienen zunächst die quadratischen Holzpfähle. Es gibt immer wieder grandiose Ausblicke. Wir folgen dem Wegweiser nach Portixol. Ein lohnender Abstecher führt zur Finca Publica de Can Cosmae. Von der Höhe überblickt man den gesamten Norden der Insel (UTM 0363587 und 4326334). Dann geht es weiter zu den Villen am Adlerfelsen (Penyal de s'Aguila). Bei der Verzweigung wählen wir den Rechtsabzweig nach Portixol (UTM 0363081 und 4326478). Links geht es nach San Miguel. Von dem Felsplateau hat man einen schönen Blick auf Na Xamena mit den Hotel "Hacienda". Die Wegmarkierungen sind hier ein grüner Punkt und das blaue Hürten-Dreieck. Bald erreicht man die ersten Villen. Auf dem jetzt breiten Weg steigen wir ein Stück in Richtung Meer ab. An einer hohen Mauer (UTM 0362458 und 4326463) zweigt nach links der Weg nach Portixol ab - markiert durch den grünen Punkt und das blaue Hürten-Dreieck. An gefährlichen Stellen ist der Weg nach rechts durch Draht gesichert. Wir gelangen in die Bucht Portixol mit ihren 21 Bootsschuppen. Nach einer Pause steigen wir in südöstlicher Richtung auf dem mit dem blauen Hürten-Pfeil markierten Pfad an. Bald kommen wir zu einem Dreschplatz (UTM 0361349 und 4326126). Wir folgen weiter der blauen Markierung. An einer Stelle (UTM 0361072 und 4325784) führt die blaue Markierung sowohl nach links als auch nach rechts weiter. Wir folgen der neueren Markierung nach rechts. Nach einem ebenen Stück geht es über eine Felsplatte steil nach oben. Vorbei an einer Steinhütte. Der steile Anstieg endet auf einem in Ost-West-Richtung verlaufenden Schotterweg. Wir halten uns links und kommen auf einen größeren Weg, von dem in der ersten Rechtskurve der Weg zur Cala Aubarca abzweigt (UTM 0360841 und 4325676).

Der Weg ist später durch große rote Pfeile und Steinmänner markiert. Von einer Passhöhe blickt man bereits in die Cala Albarca hinein (UTM 0360565 und 4325650). Von hier steigen wir zum Parkplatz an der Cala Albarca ab. Der Pfad verbreitert sich bald zu einem Fahrweg (UTM 0360442 und 4325351). Hier führt auch ein Weg zu einer Anbauterrasse hinauf, den wir ignorieren. Vom Parkplatz (UTM 0360101 und 4324985) gehen wir noch knapp zwei Kilometer in überwiegend südlicher Richtung, bis wir auf den asphaltierten Fahrweg stoßen (UTM 0359825 und 4324075). Wir können dem Fahrer auch in Richtung San Mateu entgegengehen und vielleicht gemeinsam bei Can Cires einkehren.

13. Etappe Von der Cala Albarca zur Penya Esbarrada (Karte 772-IV)

Diese 9 km lange Wanderung verläuft überwiegend durch Pinienwald. An der Steilküste gibt es gelegentlich spektakuläre Ausblicke. Die Wanderung führt sehr küstennah über die Halbinsel Moro des Cap und die Punta des ses Torretes.

Wir beginnen die Wanderung am Abzweig des Lehmweges zur Cala Albarca (UTM 0359825 und 4324075). Wir folgen dem kaum befahrenen asphaltierten Weg, der um die Ebene Plana d’Albarca herumführt, in nördlicher Richtung. Jetzt kommt es darauf an, den richtigen Abzweig nach rechts von diesem asphaltierten Weg zu finden. Er liegt an der Position UTM 0359252 und 4324079. Hier weist auch ein Schild darauf hin, dass wir uns in der Gemeinde Sant Antoni befinden. Darunter stand einst ein Wegweiser zum Camp Vell, dem 401 m hohen Berg an der Nordküste. So ganz nebenbei kann man die Erhebung auf dieser Wanderung noch mitnehmen. Folgen Sie bei der Besteigung des Camp Vell der Beschilderung, und finden Sie mit Karte, Kompass und GPS den Anschluss an die Küstenwanderung!

Wir folgen ein ganzes Stück der Radroute 9. Der ansteigende Weg führt bald an einer ehemals bedeutenden Köhlerstätte vorbei. Hohe alte Mauern aus vergangenen Jahrhunderten säumen das Areal Can Coix. Bei einem großen blau markierten Stein kommen wir an eine Verzweigung (UTM 0357996 und 4324476). Wir wählen den nach rechts ansteigenden Weg. Die Radroute 9 führt ohne Beschilderung geradeaus weiter. Eine Schranke mit dem Schild „camino sans salida“ wird ignoriert. Von diesem Forstweg zweigt an der Position UTM 0357825 und 4325275 ein schmaler Pfad zum Aussichtspunkt Ses Torretes. Der Rückweg führt vom Aussichtspunkt Ses Torretes auf einem Waldpfad 300 m in Richtung SO. Dort trifft man auf einen ca. zwei Meter breiten Fahrweg. Später kommen wir an einem hölzernen Wachturm (UTM 0357831 und 4324920) vorbei. Im unteren Teil der Anlage zelten gelegentlich junge Leute, weil sie dort gegen Regen geschützt sind. Schließlich gelangen wir auf einen größeren Platz von dem ein Pfad zu dem Aussichtspunkt am Klippenrand führt (UTM 0357052 und 4324674). Wir blicken tief in die Cala Sardina hinab. Nach der Rückkehr auf den breiten Weg folgen wir der grünen Markierung auf dem Cami des Camp Vell nach Süden. An einem Kalkbrennofen (UTM 0357088 und 4324375) führt der Weg vorbei. Vor einer Finca schließt sich von links die Radroute 9 wieder an. Schließlich mündet unser Weg auf den asphaltierten Weg, der von Santa Agnes an die Steilküste Penya Esbarrada führt. Diesem Weg folgen wir nach rechts bis zu dem Restaurant Puerta del Cielo am Klippenrand. Hier endet die Etappe. Auch wenn das Restaurant nicht geöffnet hat, warten wir hier auf die PKW-Abholung bzw. das Taxi. Man kann natürlich auch dem asphaltierten Weg nach links zum malerischen Ort Santa Agnes folgen und bei Can Comi die beste Tortilla der Welt verzehren. Wie ein Begeher (2017) mitteilt, hat sich die Route durch das unzugängliche Privatgelände des Hotels Rural Can Pujolet etwas verändert. Man kann seine individuelle Wanderung natürlich ach über Camp Vell (401 m), den höchsten Berg der Nordküste, direkt hinunter nach Santa Agnes führen und sich am Restaurant Las Puertas del Cielo meiner Route wieder anschließen.

14. Etappe Von der Penya Esbarrada zur Cala Salada (Karte 772-IV)

Diese 8 km lange Wanderung enthält in ihrem ersten Teil das schönste und abenteuerlichste Wegstück, das die Insel zu bieten hat. In meinem Führer (5. Auflage) ist die Wanderung als walk 13 beschrieben. Deshalb und weil der Pfad gut markiert ist (blauer Hürten-Pfeil) begnüge ich mich hier mit einer Kurzbeschreibung.

Ein paar Meter nördlich vom Restaurant Puerta del Cielo geht es zunächst in westlicher später in südwestlicher Richtung recht steil bergab. Der Pfad verlangt gleich am Anfang Trittsicherheit und später auch Schwindelfreiheit. Wir folgen den Markierungen abwärts bis zu einer verfallenen Finca aus der arabischen Epoche. Hier empfiehlt sich eine Rast. Sie haben märchenhafte Ausblicke auf den durchbrochenen Felsen Ses Margalides im Meer und auf die Felswände, die an die Dolomiten erinnern. Unterhalb des tiefsten Punktes der Wanderung befindet sich noch eine mächtige Steinmauer und eine Quelle. Die ehemaligen Anbauterrassen sind jedoch teilweise zugewachsen. Der Weg hinüber nach Corral d’en Guillem ist leider verfallen und ebenfalls zugewachsen. Ihn wiederherzustellen, wäre eine große Aufgabe.

Der Anstieg ist ebenfalls markiert. Nach gut zwei Stunden sind Sie wieder auf dem asphaltierten Weg nur dreihundert Meter vom Einstieg entfernt (UTM 0354377 und 4322546).

Das nächste Ziel ist der 258 m hohe Puig Nono. Die Überschreitung des Berges ist nicht ganz einfach, weil der Pfad im Anstieg stark zugewachsen ist. Er müsste frei geschnitten werden. Man kann den markanten Gipfel auch südlich auf der MB-Route 9 umgehen. Wie Begeher 2017 festgestellt haben, endet die MTB Route 9 momentan vor einem verschlossenen Tor. Hier ist eine neue Wegmarkierung unbedingt erforderlich.

Der Abstieg vom Puig Nono über Ses Fontanelles zur Cala Salada ist für trittsichere Wanderer problemlos. Man kann hier noch einen kurzen Abstecher zu den vergitterten aber nur noch zu erahnenden prähistorischen Wandmalereien machen. Der Abstecher zu den prähistorischen Wandmalereien ist im Ibiza-Führer von Thoma Schröder gut beschrieben. Um an die Cala Saladeta zu gelangen, geht man zunächst auf dem breiten Schotterweg zwischen der Küste und dem Puig des Cocons (169 m) nach Süden. Der Weg endet vor einer Villa mit einem braunen Tor. Etwa hundert Meter vor dem Tor führt ein markierter Steig (Steinmänner, rote und grüne Markierungen) an die Cale Saladeta. Die Position des Abstiegs ist UTM 0352544 und 4319505. Im Verlauf führt der Steig an einen Zaum heran. Stacheldraht zwischen Betonpfählen begrenzt den Pfad nach links. Rote Pfeile weisen in die Gegenrichtung zu unserer Gehrichtung. Der Pfad führt an einer Prachtvilla vorbei. Hier ist die Grundstücksgrenze durch einbetonierte Holzpfähle markiert. Eine etwas steile Stelle trägt die Markierung 27. Kurz vor Erreichen der Cala Saladeta findet man Küstenmarkierungen (z.B. DPMT No 428). Von der Cala Saladeta geht es auf einem guten Pfad hinauf und wieder hinab zur Cala Salada. Der schwierige Steig über die Felsen ist nicht zu empfehlen. Von der Cala Salada führt eine Asphaltstraße nach Sant Antoni. An der Bucht oder vor dem Restaurant lässt man sich abholen. Nach Aussage Aussage eines Begehers (2017) ist das Verlassen des asphaltierten Weges auf der Radroute MTB 9 nicht mehr möglich. Hier steht man jetzt vor einem verschlossenen Tor. Bei der Umgehung des Privatgrundstücks hat sich der Begeher durch die Büsche geschlagen und 50 Minuten für 500 Meter gebraucht. Eine solche Begebenheit zeigt überdeutlich, wie dringend notwendig der Ausbau des Küstenpfades ist.

15. Etappe Von der Cala Salada nach Sant Antoni (Karte 772-IV und 798-I)

Diese 8 km lange Wanderung ist eher gemütlich.

Sie verläuft beständig am Meer mit schönen Ausblicken auf die der Küste vorgelagerten Inseln. Genau beschrieben ist die Wanderung in umgekehrter Richtung als walk 12 in meinem Führer. Etwas schwierig zu finden ist höchstens der Einstieg. Die Etappe beginnt mit einer Treppe am Restaurant. Sie führt zu einem Tennisplatz hinauf. Der Weg ist aber von Rolf Hürten gut in Gegenrichtung markiert. Beim Verlassen der Cala Gracio verlangt der Pfad Trittsicherheit. Man kann das durch eine Mauer begrenzte Grundstück aber auch landseitig umgehen. Am Hafen von Sant Antoni endet diese erholsame Etappe.

16. Etappe Von Sant Antoni zur Cala Tarida ( Karte 798-I)

Diese 17 km lange Wanderung in flachem Gelände führt zunächst durch die Hochburgen des sommerlichen Ibiza-Tourismus.

In den Wandermonaten November bis April sind die Hotels aber überwiegend geschlossen. Die Promenaden sind menschenleer. Bis zur Bucht Port es Torrent führt der Weg durch bebautes Gebiet. An allen Anlagen kann man aber meerseitig vorbeigehen. Eine genaue Wegbeschreibung erübrigt sich. Suchen Sie bitte stets den möglichst küstennahen Weg!

Auf dem Weg vom Port des Torrent zur Cala Bassa ist die Bebauung geringer. Die Etappe führt an dem gut erhaltenen Turm Torre d’en Rovira und an der malerischen Bucht Cala Conte vorbei. Man hat einen schönen Blick auf die vorgelagerten Inseln Conejera und Isla d’en Bosc. Der Pfad ist durch Steinmänner markiert.

Von der Cala Bassa bis zur Ferienanlage Puig des Delfi finden Sie einen guten Küstenpfad. Die beiden Halbinseln Cap de Bassa und Es Farallons sollten Sie voll ausgehen und nicht abkürzen! In dem flachen Gelände kann man auf Pfadspuren mit gutem Schuhwerk erlebnisreiche eigene Pfade finden. Der Hauptweg an der Küste ist mit dem blauen Hürten-Pfeil markiert. Durch die Ferienanlage Puig des Delfi gelangt man an die Cala Codolar. Auf dem Weg über die Cala Llentia und Cala Corral zur Cala Tarida muss das eine oder andere Grundstück noch landseitig umgangen werden. Wünschenswert wäre hier ein Küstenpfad, der an allen Villen auf der Meerseite vorbeiführt, wie es das Gesetz über das Wegerecht vorschreibt. Das letzte Stück zur Cala Tarida Nord muss man auf der Straße zurücklegen, weil die Villenbesitzer ihre Begrenzungsmauer bis an den Klippenrand gebaut haben

17. Etappe Von der Cala Tarida zur Cala d’Hort (Karte 798-I und 798-III)

Südlich der Cala Tarida wird das Gelände wieder steiler. Der Küstenpfad ist hier nicht markiert. Gelegentlich muss man auf dieser 12 km langen Wanderung auf die zur Wanderzeit so gut wie nicht befahrenen Küstenstraße ausweichen. An den Buchten Cala Moli, Clot des Lamt und Caló d’en Real gibt es auch wieder Bebauungen. Von der Cala Moli kann man auf einem steilen Pfad wieder zur Straße ansteigen.

Von der Bushaltestelle an der Cala Tarida Nord steigt man auf einer Treppe oder auf einem Schotterweg zum Strand hinab. Nach Überquerung des Strandes steigt man entlang einer malerischen Bucht mit Bootsschuppen und Fischerhütten wieder zur Straße an. Bis zur Cala Vedella kann man immer wieder auf parallel zur Straße verlaufenden Wegen wandern.

An der Cala Vedella führt die Straße direkt am Strand vorbei. Den Torrente, der zur Bucht Caló de s’Oratge verläuft, kann man nur an seinem oberen Ende queren. Die Erhebung Puig Pelat (185 m) meerseitig zu umgehen, ist noch nicht möglich. Die alten Pfade sind zugewachsen. Der Puig Pelat muss noch landseitig umgangen werden. Ein asphaltierter Weg (Carrer de Ses Ferretes) führt zur Cala Carbo hinab. Am Südende der Cala Carbo steigt man auf einem Pfad steil zum Klippenrand hinauf. Oben verbreitert sich der Weg, der noch die blaue Hürten-Markierung trägt. Er führt um die Cala Truja herum und weiter zum Restaurant Es Boldado. Dort steigt man die Treppen zum Meer hinab. An den Bootsschuppen vorbei gelangt man zur Cala d’Hort, wo man sich beim Restaurant El Carmen abholen lässt. Das Wegstück zwischen der Cala Tarida und der Cala Vedella wird von einem Begeher (2017) zu recht als zähster Abschnitt beschrieben. Wegen der Steilheit des Geländes muss man immer wieder auf die Straße ausweichen. Weil die Straße sehr dicht an der Küste verläuft sollte der zukünftige Küstenweg über die Höhen Puig de Mar (136 m) und Serra de Cala Moli (216 m) geführt werden. Man wandert zwar etwas weiter von der Küste entfernt, hat aber herrliche Ausblicke auf die Küste mit ihren bebauten Buchten.

18. Etappe Von der Cala d’Hort nach Es Cubells (Karte 798-III)

Für diese 11 km lange Wanderung benötigt man einen ganzen langen Tag, wenn man zum Atlantis genannten ehemaligen Steinbruch ab- und wieder absteigt und über den Grat des 414 m hohen Puig de Cala Llentrisca wandert. Einfacher aber etwas länger wandert man auf dem Schotterfahrweg im Tal nordöstlich der Bergkette.

Von der Cala d’Hort steigen wir das erste sehr steile Stück (Busse können es nicht befahren) auf der Straße hinauf. Nach wenigen Minuten biegen wir nach rechts auf die alte Straße in Richtung Steilküste ab. Bald biegen wir auch von der alten Straße nach rechts auf einen Küstenpfad ab. Wir wandern mehr oder weniger dicht an der Abbruchkante. Der Küstenpfad verläuft zwischen der alten Straße und der Abbruchkante. Wir folgen dem teilweise noch sichtbaren Hürtenpfeil. Zur Überquerung eines Torrente (Bachtal) geht es vorübergehend etwas landeinwärts. In dem Tal des Torrente findet Terrassenanbau statt. Der Pfad schlängelt sich anschließend am Torrente hinauf. Er führt auf drei kleine Villen zu. Breite Spalten im Erdreich kündigen einen zukünftigen Abbruch an. Bei Regen sollte man die meerseitigen Flächen nicht betreten. Das erste Haus ist weiß und heißt Can Vedra. Das nächste Haus ist ockerfarben und heißt Boca.

Schließlich sind wir auf dem Plateau unterhalb des Torre. Kurz darauf auch am Fuß des Torre. Man sollte bis zu den Gipfelfelsen aufsteigen, um das einzigartige berühmte Panorama zu genießen. Die Überschreitung des Gipfels ist jedoch etwas schwierig. Von den Gipfelfelsen steigen vorsichtige Wanderer lieber wieder ab, bis sie auf einem Pfad in nordwestlicher Richtung abzweigen können (UTM 0346470 und 4304556). Bei der Verzweigung geht es geradeaus auf dem nicht so guten Pfad weiter. Der linke bessere Abzweig führt wieder auf das Plateau.

Bei der nächsten Verzweigung ignorieren wir einen nach links abwärts führenden Pfeil. Bald kommen wir auf einen breiten Weg, dem wir ansteigend in Richtung auf den Llentrisca Gipfel (414 m) folgen. Wer sich den lohnenden Abstieg und Anstieg zum ehemaligen Steinbruch Sa Pedra d’es Savinar (genannt Atlantis, Kultplatz der Hippies) zumuten möchte, sollte hierfür zwei zusätzliche Stunden einkalkulieren (UTM 0346754 und 4304784).

Absteigen sollte man an der westlichen Felswand. Für den Anstieg sollte man den etwas weiter östlich verlaufenden Pfad wählen. Der breite Weg zur Fortsetzung der Inselumrundung führt zur Asphaltstraße, die bald erreicht wird (UTM 0347239 und 4305109). In einer Linkskurve der Asphaltstraße (UTM 0348086 und 4305057) zweigen wir auf einem Fahrweg nach rechts in südöstlicher Richtung ab (Fahrradroute 12). Von diesem Fahrweg zweigt nach gut hundert Metern nach rechts ein Weg zum Puig de Cala Llentrisca (414 m) ab. Er führt an einer biologischen Station und über Anbauterrassen in den Wald hinein.

Im Wald findet man gelegentlich Steinmänner, die den steilen Pfad markieren. Auf dem Gipfel steht eine Steinsäule. Ich habe den Anstieg in meinem Buch nicht beschrieben, weil einige Wanderer den im oberen Verlauf etwas zugewachsenen Pfad als unzumutbar empfinden könnten. Man kann den Gipfel auch über die Kammlinie erreichen und von ihm in südöstlicher Richtung wieder zum Schotterfahrweg absteigen.

Von dem Gipfel blickt man auf die etwas niedrigere Es Vedra hinunter - es ist einer der schönsten Ausblicke auf Ibiza. Bis zum Fahrweg steigen wir auf demselben Pfad wieder ab. Man kann auch der Kammlinie etwas weiter folgen und erst später auf den Fahrweg stoßen (vgl. Karte). Auf jeden Fall folgen wir dem Fahrweg nach rechts. Er verläuft in vielen Kehren in der Hauptrichtung nach Süden. Der Fahrweg überquert einen Torrente. Bei der Villa Sa Granera, zweigt nach links ein Weg nach Es Cubells ab. Auf ihm kann man die Asphaltstraße von der Cala Llentrisca nach Es Cubells vermeiden. Wir gehen weiter zur Villa Bon Lloc (UTM 0348042 und 4303782). Von dort folgen wir einem nicht auf der Karte eingezeichneten Küstenpfad, an den sich von links immer wieder Pfade anschließen.

Ein Aussichtspunkt auf einer ausgesetzten Klippe hat die Koordinaten UTM 0347999 und 4302681. Der Pfad ist durch Steinmänner markiert. Von der Felsnase geht es landeinwärts zur Abstiegsstelle (UTM 0348167 und 4303007). Hier zweigt ein steiler Pfad zur Cala Llentrisca ab. Ihm folgen wir bis zur Bucht. Asphaltiert ist dann der Weg nach Es Cubells. Von hier sind es noch drei Kilometer. Man muss darauf achten, dass man nicht in den Sackgassen landet, die zu den Villen an der Küste führen. An der Position UTM 0350202 und 4305135 steigt man auf einem Küstenpfad mit Treppenstufen zur Kirche auf. Dort wartet bereits der Fahrer.

19. Etappe Von Es Cubells zur Cala Jondal (Karten 798-III und 798-IV)

Die in der Luftlinie nur ca. vier Kilometer entfernte Cala Jondal ist nicht leicht zu erreichen, da die Täler hier alle in nord-südlicher Richtung verlaufen. Der erste Teil dieser Etappe wurde von Jim Arymar und Gerrard Sweenwy neu gestaltet. Die Wanderstrecke beträgt 9 km.

Von Es Cubells wandern wir in südöstlicher Richtung zu den Häusern an der Steilküste bei Salt des Cants. Wir gehen von der Kirche abwärts. Nach 360 m macht der Weg eine Rechtsbiegung. Folgen Sie ihr weitere 90m! Dann folgen Sie schräg nach links einem nicht markierten schmalen Weg. Er führt an einigen Häusern vorbei. Folgen sie dem Weg etwa 390 m! Hinter dem letzten Haus öffnet sich das Gelände. Folgen Sie einem deutlichen Fußweg in südöstlicher Richtung! Er führt am Klippenrand auf das Cap Negret zu. Noch vor dem Cap steigen Sie auf einem undeutlichen steilen Pfad nach links ab. Er führt Sie in Kehren zu der kleinen Bucht Cala de ses Ovelles. Am Ostrand der Bucht steigen Sie die Felsklippen hinauf. Auf der rechten Seite des Torrent geht es etwa 70 m steil hinauf. Dann folgen Sie einem schmalen Fußweg nach rechts. Er steigt in östlicher Richtung sanft an. Nach 140 m erreichen Sie einen noch unfertigen Neubau (Januar 2015). Umgehen Sie das Grundstück in nördlicher Richtung! Auf einer Strecke von 270 m müssen Sie einige weitere Gebäude umgehen. Halten Sie rechts auf einige alte Anbauterrassen zu! Dann steigen Sie nach rechts zu einem Fahrweg ab. Folgen Sie dem Weg nach links! Er macht bald eine Linkskurve. Ignorieren Sie zwei Rechtsabzweige und folgen Sie dem Weg etwa 620 m! Etwa 90 m nach dem zweiten Rechtsabzweig biegen Sie nach rechts ab. Nach 350 m kommen Sie zu einer langen Treppe, die nach links hinaufführt. Steigen Sie die Treppe hinauf! Oben folgen Sie der Straße nach rechts 470 m. Die Straße führt in Kehren zu einem kleinen Parkplatz. Wenn das Tor verschlossen ist, können Sie es rechts leicht umklettern. Folgen Sie dem Betonpfad nach Es Torrent! Gönnen Sie sich eine Pause an der schönen Bucht! Das Restaurant hat in der Wanderzeit geschlossen. Gehen Sie dann auf dem asphaltierten Weg etwa 120 m nach Norden! Entlang einer alten Mauer steigen Sie dann den Hang in östlicher Richtung hinauf. Nach etwa 150 m erreichen Sie den Klippenrand. Gehen Sie am Klippenrand nach Süden! Nach 50 m biegen Sie in südöstlicher Richtung nach links. Umgehen Sie die Grenze eines großen Anwesens! Nach 150 m halten Sie ich in südlicher Richtung nach rechts. Nach weitern 130 m halten Sie sich dann links. Gehen Sie auf den Cami de Porroig zu und folgen Sie ihm nach rechts!

Man kann immer einmal wieder ein Stück neben der Asphaltstraße wandern. Bei dem Sackgassenschild kann man die Halbinsel umrunden, um dann zum Sackgassenschild zurückzukehren. Auf einem Lehmweg geht es nach Es Xarco weiter. Danach erreichen wir bald Es Jondal. Hier gibt es drei Abstecher zum Meer zu drei Restaurants: Tropicana, La Savina, Blue Marlin. Man sollte alle drei Abstecher wegen der traumhaften Ausblicke wahrnehmen. Vom Restaurant Blue Marlin sollte man sich abholen lassen. Leider hat sich auch an dieser Etappe einiges geändert, wie mir Begeher (2017) mitteilten. Den "nicht markierten schmalen Weg"scheint es nicht mehr zu geben. Der Fahrweg endet vor mehreren Toren. Erst in Vista Allegre sind die Begeher wieder auf meinen Weg gestoßen. Der kleine Betonpfad nach Es Torrent sollte unbedingt markiert werden! Er ist sonst nur schwer zu finden. Der zukünftige Küstenweg sollte über die Höhen 105 m, 142 m, und 166 m von Cap Serrat und Serra d'en Vadell in die Milliardärssiedlung Vista Allegre hinein und über den Betonpfad wieder hinaus geführt werden.

20. Etappe Von der Cala Jondal nach Sa Canal (Karte 798-IV)

Diese 10 km lange Wanderung hat einen Hügel am Anfang und erfordert das Erklimmen einer Reihe von Höhen kurz vor dem Ende.

Vom Restaurant Blue Marlin an der Platja des Jondal steigen wir den 160 m hohen Puig Jondal hinauf. Wir überschreiten die Anhöhe und steigen zu den Fischerhütten von Sa Caleta ab. Hier landeten einst die Karthager und bauten die ersten Siedlungen. Auch Verteidigungsanlagen aus dem Spanischen Bürgerkrieg stehen hier. Wenn Sie möchten, können Sie auch noch auf Pfaden nach Süden auf der felsigen Landzunge Punta des Jondal vorstoßen. Am Ende erwartet Sie ein kleiner Torbogen im Fels. Auf demselben oder einem ähnlichem Pfad geht es über die Buchten Bold Nou an die Straße oberhalb der Bucht Sa Caleta. Ein kleines Stück gehen wir auf der direkt am Meer verlaufenden Straße. Dann biegen wir nach rechts zur Codolarküste ab. Am Kopfende der Landbahn des Flughafens und an den Salinen geht es anschließend vorbei. Beim Restaurant Cap des Falco beginnt der Anstieg zum Puig Falco (119 m) und einigen weiteren Hügeln ähnlicher Höhe. Es ist Vorsicht geboten. Nach rechts geht es über hundert Meter senkrecht hinunter. Nach Überschreitung des letzten Gipfels (das markante Cap des Falco, 112 m) geht es steil hinab. Die genaue Karte enthält das letzte Stück des Abstiegs leider nicht mehr - wohl aber die Kompasss-Karte. An der Bucht Sa Olla trifft man auf die blaue Hürten-Markierung. Sie führt uns durch die Salzverladestation zu dem Restaurant Can Macia am Beginn des Salinas-Strandes. Hier lässt man sich abholen. Begeher aus dem Jahr 2017 weisen darauf hin, dass der Steinstrand nicht leicht zu begehen ist. Wenn man aber den Pfad in der Nähe des Flughafenzauns wandert, kann man das Geröll vermeiden. Außerhalb der Brutzeit der Wasservögel (01.03. bis 31.07) kann man auch durch die Salinen wandern.

21. Etappe Von Can Macia zum Beginn des Strandes Platja d’en Bossa (Karte 798-IV)

Diese 9 km lange Wanderung ist als walk 3 in meinem Buch in Gegenrichtung beschrieben.

Von Can Macia gehen wir am Salinas Strand oder durch das Wäldchen bis zum Torre de Ses Portes (auf der genauen Karte nicht mehr enthalten). Dann folgen wir dem mit blauen Dreiecken, roten und grünen Punkten markierten Weg entlang der Platja des Cavallet und anschießend über mehrere Hügel zum Torre de Sal Rossa. Auf dem Parkplatz vor den Hotelanlagen treffen wir unseren Fahrer.

22. Etappe Von der Platja Bossa zur Cala Talmanca (Karte 798-IV)

Diese 18 km lange Wanderung führt durch die bebauten Abschnitte der Inselhauptstadt. Bleiben Sie immer in Meeresnähe: am Strand, auf Promenaden und Straßen! Sie können auf dieser Wanderung auch die Altstadt Dalt Vila und den davor gelegenen Küstenabschnitt Es Soto durchwandern.

Ein langes Stück können Sie am Strand von Paltja Bossa gehen. Eine Promenade schließt sich an. In Ses Figueretes treten Sie in die Felsküste von Es Soto ein. Durch einen Tunnelgang gelangen Sie in die Altstadt, die Sie zum Hafen hin wieder verlassen. Am Yachthafen wandern Sie auf einer schönen Promenade. Die Halbinsel Illa Grossa mit ihren Bunkeranlagen aus dem Spanischen Bürgerkrieg sollten Sie auch noch umwandern, bevor Sie die Etappe am Talamanca Strand beenden.

23. Etappe Von der Cala Talamanca zur Bucht Sol d’en Serra (Karten 798-IV, 798-II und 799-1)

Auf dieser 13 km langen Etappe muss man leider noch die Villensiedlung Roca Llisa landseitig zu umgehen. Auch der früher schöne Weg zur Cala Estanyol ist heute leider durch Villengrundstücke teilweise verbaut. Diese wunderschöne Etappe ganz am Meer begehbar zu machen, bleibt ein Fernziel.

Wandern Sie von der Bar Flotante den langen Talamanca-Strand entlang. Für Fußgänger hat man einen Steg aus Bohlenbrettern gebaut. Nach dem Ende des Talamanca-Strandes wandern Sie nach Osten weiter zum eindrucksvollen Cap Martinet. Hinter der Cala Roja müssen Sie leider den Küstenpfad nach links verlassen, um einige neu erbaute Villen landseitig zu umgehen. Sie wandern ansteigend durch das Villengebiet am Puig Manya. Über eine Treppe geht es dann auf den Fahrweg hinunter, der zur Platja de Estanyol führt. Die Villesiedlung Roca Llisa muss leider landseitig umgangen werden. Hinter der Siedlung können Sie aber zu der schönen kleinen Bucht Cala Oliviera hinabsteigen. Hier empfiehlt sich eine Rast. Etwas oberhalb der Bucht führt ein inzwischen stärker zugewachsener Pfad mit einer alten blauen Markierung (nicht die Hürten-Pfeile!) in nordöstlicher Richtung an den Hügeln Puig d’en Andreu (145 m) und Puig des Moltons (165 m) meerseitig vorbei an die Bucht Sol d’en Serra. Nach einem Bericht eines Begehers im Jahre 2017 ist der ehemals blau markierte Pfad noch weiter zugewachsen und nicht mehr auffindbar. Ich hatte einst traumhafte Blicke tief hinunter in die Bucht Clot d'en Llaudis. Hinter dem Puig des Moltons (165 m) beginnt eine Villensiedlung, zu der ein Fahrweg führt. Der Abschnitt von der Cala Oliviera zum Puig des Moltons bedarf dringend des Ausbaus.

24. Etappe Von der Bucht Sol d‘en Serra nach Santa Eularia (Karte 799-1)

Diese letzte 9 km lange Wanderung beschließt die Inselumrundung.

Von der Bucht Sol d‘en Serra gehen Sie den schmalen nicht ganz ungefährlichen Pfad an der Abbruchkante zum Castellar I (184 m) hinauf. Nach einem kurzen Abstieg in eine Senke steigen Sie zum Castellar II (220 m) hinauf. Hier wird derzeit eine punische Siedlung ausgegraben. Vom Castellar II steigen Sie in nordöstlicher Richtung ab. Der Pfad mündet bald auf einen Weg, der in Serpentinen nach Cala Llonga hinabführt.

Von der Cala Llonga steigen Sie zunächst zu einem Fahrweg an, der zu höher gelegenen Villen führt. Man kann auch über den Strand gehen und vorbei an den Villen auf Treppen zu dem Fahrweg ansteigen. Am Ende des Fahrweges schließt sich ein markierter Wanderpfad an, der auf den Puig Marina (206 m) führt. Vom Puig Marina geht es wieder abwärts in Richtung Cala Blanca. Einen Abstecher durch den Tunnel zur steinigen Cala Blanca sollten Sie nicht versäumen. Dann gehen Sie ein kleines Stück in nordwestlicher Richtung zurück und steigen aus dem Tal heraus. Sie kommen dann auf den breiten Schotterweg, der der vor einer Villa an der Punta de sa Cova Blanca endet. Diesem Schotterweg folgen Sie in nördlicher Richtung bis Siesta. Halten Sie sich in Richtung Meer und folgen Sie den Pfählen der Falkenroute! Nach der Überquerung des Riu Santa Eularia sind Sie wieder in dem Ort, an dem die Inselumrundung begonnen hat.

Informationsstand: 02.05.2017 Für Hinweise auf Fehler wie für Ergänzungsvorschläge bin ich außerordentlich dankbar.

Hans Losse, Birkenweg 5, D21684 Agathenburg, Tel./Fax 04141-62975, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Strand von Santa EulariaEin Kunstwerk der Hippies am Salinas StrandUfervegetation hinter dem Salinas StrandEin willkommener Rastplatz an der Bucht BenirrasDer Steinbruch Sa Perera wurde von den Hippies auch als Atlantis bezeichnetBäuerliches Anwesen vor dem Märchenfelsen Es VedraMärchenhaft - der Märchenfelsen Es Vedra in einem WolkenmeerEin Wehrturm in Sant Llorenc de BalafiaAn der Nordküste schlagen die Wellen manchmal hochHoher Seegang ist immer ein erhebendes NaturschauspielDer Torre de Portinatx war vor Jahren noch besteigbarFlamingos im Naturschutzgebiet der SalinenBlick von den Küstenfelsen auf die SalinenDie kleine Kirche San Francesc bei den SalinenWegbeschreiber Hans Losse bei einer Rast auf den Küstenfelsen vor dem Puig de BaiBlick auf die Cala VedellaAuf einem Mittelalterlichen Fest werden alte Handwerkskünste gezeigtAuf dem höchsten Punkt der Altstadt von Eivissa steht heute eine christliche Kirche, früher war es eine MoscheeBlick auf den Hafen von EivissaAnbauterrassen an der Steilküste aus der arabischen ZeitSteile Felsen umrahmen die Bucht von PortinatxAuf dem höchsten Punkt von Santa Eularia steht eine christliche Kirche  -  ehemals eine MoscheeSanta Eularia ist die zweitgrößte und schönste Stadt der InselEin ebener und bequemer Pfad hoch über dem Meer
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