Querbeet durchs dänische Wanderland

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Wanderkarten für Dänemark gibt es bis auf wenige Ausnahmen nicht. Entweder man geht nach Karten aus dem Internet, nach Broschüren oder nach Flyern. Alternativ bieten sich die Topographische Karten vom Kort- og Matrikelstyrelsen im Maßstab 1:25.000 oder 1:50.000 an, jedoch enthalten die keine Wanderwege. Die Karten gibt es beim Nordisk Korthandel, erreichbar unter www.scanmaps.dk und bei der Geobuchhandlung Kiel: www.geobuchhandlung.de

Zentrale Anlaufstelle fürs Wandern ist der Dänische Wanderverband. Wer mehr über einen Weg in Erfahrung bringen möchte, sollte sich mit dem DVL per E-Mail in Verbindung setzen. Alle meine Mails wurden prompt und freundlich beantwortet. www.dvl.dk

Der Dansk Vandrelaug bietet eine Übersichtsichtskarte (mit allen Nebenkosten für um die 20 Euro) mit allen Wanderwegen Dänemarks an. Auf der Vorderseite finden sich mehr als 80 Wege, deren Verlauf grob dargestellt wird. In der Karte findet man Wege von 10 bis 1.500 km Länge ebenso alle Weit- und Fernwanderwege, die etwas ausführlicher vorgestellt werden. Wandern kann man nach dieser Karte nicht! Auf der Rückseite werden die Wege ganz kurz beschrieben. U. a. wird der Streckenverlauf angerissen, der Betreuer der Weg wird genannt sowie der Herausgeber der Karte, der Broschüre oder der Beschreibung.

Neben den lokalen Ämtern wie Århus Amt, ist das oft der Dansk Vandrelaug oder die SNS – Skov- og Naturstyrelsen (Nationale Forst- und Naturagentur). www.naturstyrelsen.dk oder auch udinaturen.naturstyrelsen.dk/udinaturen/

Eine Auflistung verfügbarer Broschüren ( Vandretursfoldere ) der SNS - Skov- og Naturstyrelsen gibt es auf nachfolgender Seite: www.naturstyrelsen.dk/Udgivelser/Vandretursfoldere

Weil sich diese Seiten ohne Kenntnisse der dänischen Sprache nicht so einfach erschließen, hilft der DVL auch hier weiter.

Für einige Strecken werden neben der dänischen Version auch Flyer/Broschüren in deutscher oder englischer Sprache angeboten. Hier gilt es zu vergleichen. Manchmal enthält die dänische Auflage die besseren Karten.

Weil die Karten in den Broschüren für die Wege, ebenfalls die Ausdrucke für den Heerweg, immer nur ein eng umrissenes Gebiet abdecken, sollte man eine gute Straßenkarte der Region dabei haben. Manchmal sind es nur wenige Gehminuten bis zu auf den Karten nicht sichtbaren größeren Orten, und man bekommt ein Gefühl, wo man in Dänemark rumlatscht.

Das Lager für die Nacht

Bekannt dürfte sein, dass Dänemark kein Billigland ist. Abseits der Urlauberströme wird man sich schwer tun, ein Hotelzimmer für weniger als 60 Euro zu finden. Unser billigstes Hotel hat fürs Doppelzimmer 80 Euro verlangt. Als Alternative bieten sich Jugendherbergen, private Wanderheime, Pilgerherbergen, Campingplätze und eine dänische Spezialität, die Primitiven Zeltplätze, an.

Wir hatten für die komplette Wanderung keine einzige Unterkunft vorgebucht und hatten trotzdem jede Nacht ein festes Dach überm Kopf. Vermutlich lag es an der fortgeschrittenen Jahreszeit und unserer Bereitschaft alles zu nehmen was uns angeboten wurde. Zur Sicherheit hatten wir ein leichtes Zelt im Rucksack, das jedoch nicht zum Einsatz kam. Wer sich die Mühe macht und die Route komplett vorplant, wird sicherlich in der Nebensaison preiswertere Alternativen als wir finden. Besonders in den preiswerten „Sleep Ins“ der Städte und in B+B-Häusern wird man bei Vorbuchung eher ein Bett bekommen als wenn man unangemeldet mit Rucksack vorm Tresen steht. Ausführliche Infos hat: www.visitdenmark.com

Jugendherbergen

Da muss man nicht viel zu sagen. Auch in Dänemark ist eine Mitgliedschaft im Verband erforderlich. Doppelzimmer mit Bad und Frühstück kosten um die 450 DKK (ca. 60 Euro). In der Hauptsaison ist eine Vorbuchung empfehlenswert. Wir haben in den Jugendherbergen viele deutsche Handwerker getroffen, die während der Woche dort Quartier bezogen hatten. Informationen gibt es unter www.danhostel.dk

Campingplätze

Dänemark verfügt über ein dichtes Campingplatznetz. Sehr viele dieser Plätze vermieten auch Hütten und kleine Häuser und sind damit eine Alternative zu Hotels und B+B. Weil wir außerhalb der Saison unterwegs waren, hatten wir nirgendwo Schwierigkeiten solch eine Unterkunft für eine Nacht zu ergattern. Diese Unterkünfte haben immer eine Kochgelegenheit (bis auf ganz einfache, dann aber Geschirr und eine Gemeinschaftsküche), eine Heizung, manchmal sogar ein eigens Bad/WC, jedoch keine Bettwäsche. Ein Schlafsack ist also erforderlich. Für einfache Hütten haben wir ca. 25 Euro, für ein kleines Haus um die 65 Euro pro Nacht hingeblättert. Mehr bei: www.daenischecampingplaetze.dk

Primitive Zeltplätze und Lagerplätze im Wald

Wen es nicht in die festen Häuser treibt, findet auf der Seite der SNS – Skov- og Naturstyrelsen (Nationale Forst- und Naturagentur) eine Fülle brauchbarer Informationen: www.naturstyrelsen.dk

Das kleine Land zwischen den Meeren verfügt über gut 800 Primitive Zeltplätze. Dabei handelt es sich um Plätze die extra für Wanderer, Rad- und Bootfahrer geschafften wurden. Wer mit einem motorisierten Fahrzeug anreist erhält dort keinen Unterschlupf. Diese Zeltplätze sind sehr einfach ausgestattet. Auf vielen findet man weder Dusche und WC, gelegentlich kann man die privaten Sanitäranlagen des Betreibers mitbenutzen. Meist weist ein kleines blaues Schild, ähnlich der Wegmarkierung, auf eine Wiese, eine Lichtung oder eine Hofeinfahrt hin. Dort befinden sich die Plätze. Wer solche Übernachtungsplätze in die Planung mit einbezieht, sollte sich die aktuelle Ausgabe von Overnatning i det Fri zulegen. www.teltpladser.dk/tysk.htm Dort sind alle Plätze ausführlich beschrieben.

Es wird zwar oft behauptet, aber ein“Jedermannsrecht“ wie bei den nördlichen Nachbarn gibt es in Dänemark nicht. Das wilde Zelten ist somit verboten. Für Wanderer gibt es in bestimmten Waldgebieten (immerhin mehr als 10.000 ha) die Möglichkeit ihr Zelt aufzuschlagen. Die eindeutigen Regeln und Lage der Plätze findet man unter: www.naturstyrelsen.dk

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