16. Etappe von Schönheide bis Klingenthal

… und weiter geht es am Morgen mit selbstgemachten Überraschungen: geröstete Brennesselsamen, Wildschwein-Speckfett und viele Marmeladenkompositionen (Vogelbeer-Apfel, Wildpflaume, Erdbeer-Holunderblüte, Spilling, Marunken, Löwenzahnblütengelee …) … ein guter Start.

Da im Haus auch eine asiatische Delegation zu Gast ist, weisen wir das Personal darauf hin, dass das Schild „Kalter Hund auf Nachfrage“ zu Irritationen führen könnte – einmal kräftig gelacht – so beginnt der Tag doch wunderbar.

Direkt vorm Hotel steht der EB-Wegweiser, wir können den Weg also gar nicht verfehlen. Oder doch? Wenige 100 Meter nach dem Start ist der Weg etwas verlegt worden: Er macht nun einen Schlenker an den (Silberbach)Teich. Danach geht es weiter auf dem Forstweg Alte Rautenbacher Straße.

Und schon nach 5 km in herrlichstem Sonnenschein erreichen wir Morgenröthe–Rautenkranz, den Geburtsort von Sigmund Jähn, der uns mit einem riesigen Seerosenteich begrüßt – den müssen wir uns unbedingt nochmal zur richtigen Jahreszeit ansehen! Das Raumfahrtmuseum (www.deutsche-raumfahrtausstellung.de) einfach ein Muss … und es ist eine spannende Einrichtung. Da Herbstferien sind, ist es ziemlich voll.

Nach dem Museumsbesuch trinken wir davor in der Sonne einen Kaffee, dann ziehen wir weiter: Vorbei an den vielen Autos und Bussen auf dem Parkplatz des Museums bis zur Bahnlinie, wo der Weg abbiegt und ein kurzes Stück parallel der Schienen verläuft.

Nun ist Laufen auf Forstautobahnen angesagt: Geradeaus, bergauf und bergab … ohne großartige Aussichten. Da wundert es uns, dass gerade dieser Abschnitt viele große Wege vereint: neben dem EB, den E3, den Vogtland-Panorama-Weg (Wo sind die Panoramen?), den Kammweg und den Weg der Deutschen Einheit. Straffen Schrittes nähern wir uns der tschechischen Grenze. Bisher sind wir heute ausschließlich in südlicher Richtung unterwegs. Dann parallel der Grenze tappen wir immer noch aussichtsarm durch den Wald. Und endlich ist der Aschberg (898m) erreicht.

Hier oben gibt es einen Aussichtturm, der weite Blicke garantiert, eine moderne Jugendherberge, wo wir unseren EB-Stempel bekommen, und (seit dem Frühjahr 2012) eine Aschberg-Alm. Der junge Wirt ist fröhlich, flink und flexibel. Eine schöne Rast bei ihm. Ausgestattet mit vielen Infos zu Klingenberg marschieren wir weiter – und zwar straff bergab, vorbei an unzähligen gemütlichen und einladenden Pensionen und Hotels (Von denen die meisten nicht im Internet zu finden waren!).

Auch wenn es dann auf der kaum befahrenen Grenzstraße wieder Asphalt unter unseren Füßen gibt, so sind wir nun doch berauscht: Was für Panoramen! Das Vogtland ist ein herrlicher Landschaftsstrich Deutschlands! Wir sind begeistert.

Auf der Suche nach unserer Pension kommen wir auch über den Pudelmützenweg und hier mit einem äußerst witzigen Anwohner ins Gespräch. Er weist uns den Weg: Unsere Pension können wir schon sehen. Ja, so sollte sie liegen. Hoch oben, am Waldrand. Fantastisch.

Empfangen werden wir von der Oma, der Schwiegermutti des Wirtes, der mit seiner Frau die Tochter in Texas besucht.

Wir bekommen eine hübsche Ferienwohnung mit allem drum und dran. Es ist zwar keine Wirtschaft im Haus, aber die Oma versorgt uns aus dem Keller.

Vor dem zu Bett gehen, gehen wir nochmal raus. Es ist eine sternenklare Nacht: tausende und abertausende Sterne funkeln in der Stille.

Pension Waldhaus in Klingenthal, Waldhäuschenweg 3,
Tel. 037467/ 230 18,
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EB - Freundschaftsweg Eisenach Budapest: Deutschland
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