15. Etappe von Burghardtsgrün bis Schönheide

Blauer Himmel, Wattewölkchen und der aufsteigende Nebel … noch immer wunderbare Bilder. Doch kaum sind wir im Wald ist nur noch Nebel. Der hält vorerst lange an – von unserem Weg direkt am Ufer der Talsperre Eibenstock haben wir also nicht so viel. Dennoch ist es spannend auf diesem Abschnitt bis Hundshübel: Nach einem erfrischenden Kneippbad erreichen wir den „Rentnerweg“. 

Eine Gruppe Rentner aus Hundshübel - wie wir später erfahren – hat sich dem Heimatdichter Anton Günther verschrieben. Der EB verläuft etwa 3 km auf diesem „Rentnerweg“. Er ist gesäumt mit Sitzgelegenheiten und zahlreichen Sprüchen Günthers: Es Laabn is när e Hutzengieh – mar is es garstich oder schie.

„Hutzengieh“ lassen wir uns in Hundshübel vom Gastwirt „Zum Goldenen Hirschen“ erklären: Hutzen – so viel wie zusammensitzen und klönen, gieh – gehen; Hutzengieh also: zum Tratschen, Klönen zum Nachbarn gehen.

Also lautet der Spruch: „Das Leben ist wie ein Hutzengieh, mal ist es garstig oder schön.“

Vom Wirt erfahren wir einiges von Anton Günther und bekommen zwei Tipps: im Advent gibt es von den „lustigen Rentnern“ im Nachbarhaus der Gaststätte eine besondere Ausstellung (Wir waren inzwischen da. Wirklich witzig, mit Herzblut gemacht.) und unweit von unserem Wanderweg den so genannten „Kanada-Blick“. Doch bevor wir diesen genießen, besuchen wir die wundervolle Holzkirche des Örtchens. Sie ist zum Erntedank geschmückt – so liebevoll habe ich lange keine Kirche ausgestaltet gesehen.

Den Kanada-Blick wollen wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Auf dem Abstecher dahin kommen wir noch am Nadlerhaus vorbei, einem Heimatmuseum in einem ehemaligen Tagelöhnerhaus. Ein Blick durchs Fenster zeigt auf der rechten Seite des Gebäudes die Heimatstube, die das einfache Leben der Vorfahren erahnen lässt.

Und dann, nur wenige Schritte weiter: der Kanada-Blick.

Und dann zieht der EB weiter, zurück ins Tal. Achtung: Kaum zurück an der Talsperre biegt der Weg scharf rechts hinauf ab – es gilt mit der Markierung für Reiter zu gehen, eine EB-Ausschilderung fehlt an dieser Stelle – wir merken es einige 100 Meter zu spät, finden aber fix zurück auf den Weg und sind schon in Unterstützengrün. Von hier geht es bis auf den 795 Meter hohen Kuhberg (hübsches Berghotel, leider montags geschlossen) ausschließlich auf Asphalt weiter … Vom kleinen Aussichtsturm sehen wir dort nichts, denn der Nebel ist dichter geworden. Die letzen km des Tages verlaufen auf angenehmen Waldwegen. Kaum verlassen wir den Wald, stehen wir auch schon vor der großen Hotelanlage, die direkt am Wanderweg liegt. Ob uns dieses Hotel, dessen DDR-Charme noch nicht ganz getilgt ist, gefallen wird? Ja, es hat. Mit äußerst witzigem und gut aufgelegtem Personal sowie erzgebirgischen Überraschungen (Vugelbeerpunsch – Vogelbeeren, O-Saft, Weißwein und Rum – und Kräuter-Bratkartoffel-Teller – Rosmarin, Thymian und Salbei) hat es unseren kurzen Aufenthalt verschönt. Da das Hotel auch sehr ruhig liegt, haben wir eine sehr gute Nacht.

  

Flair Hotel Forstmeister in Hermsdorf OT Neuhermsdorf,
Auerbacherstr. 15, 08304 Schönheide

Tel. 037755/ 630,

Fax 037755/ 6399
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www.forstmeister.de

19.26
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645.10
490.99
801.10
EB - Freundschaftsweg Eisenach Budapest: Deutschland
948
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