Auf „Höhenflug“ übers Hochsauerland

Qualitäts-Wanderweg von Altena nach Korbach

Der Sauerland Wanderweg „Höhenflug“ wurde am 31. Mai 2008 offiziell eröffnet und war im Sommer 2015 bis auf wenige Schwachstellen eine gut beschilderte Route auf leicht zu begehenden Wegen und Fahrwegen über Bergrücken mit 400 bis 800 m Höhe ohne besondere Ansprüche. Die vielen und weitreichenden Aussichten waren gut ausgestattet mit Panoramatafeln und Sitzbänken. Wir konnten ohne Reservierung vier Mal in Hotels am Weg übernachten, das alternative freie Zelten in fünf Nächten blieb unbemerkt.

Unser Erlebnis-Wanderführer „Sauerland-Höhenflug“ mit 168 Seiten zu 14,90 € vom Standpunkt-Verlag hat auch 30 Kartenausschnitte im M: 1:25. 000, ergänzt mit Höhenprofilen. Das praktische hochformatige Ringbuch bietet statt einer Wegbeschreibung ausführliche Erklärungen zu vielen Besonderheiten am Weg, ist lobenswert gut geschrieben und gestaltet, wenn auch gespickt mit arg übertriebener Werbung.

Leider war das Buch zu groß und zu schwer für meine Hosentasche, also ver-schwanden die 300g im Rucksack und kam nur raus, wenn ein Verlaufen Ärger machte. Bald habe ich die Seiten mit den Karten heraus geschnitten und griffbereit in der Gürteltasche verstaut. Wir trafen keinen Weitwanderer, weder auf dem Weg, noch bei den Übernachtungen. Nachteilig waren:

  • Das leicht zu übersehende blassgelbe Logo des Höhenflug mit weißem H.
  • Die meist fehlende Standortangabe auf den Pfosten mit Wegweisern, diese Standortnamen sollten natürlich auch in den Karten und in der Beschreibung vorkommen.
  • Die unregelmäßig verteilten Schutzhütten.
  • Die unzuverlässige Infrastruktur zu Einkehr und Einkauf am Weg, und
  • die Zeckenplage auf einigen kurzen Abschnitte des Weges mit kniehohem Gras.

Vorschlag: Die blassgelben Tafeln mit dem Logo in weiß sollten zumindest schwarz umrahmt sein, um sich besser abzuheben (wie auf den Karten des Wanderführers).

Tagebuch 

Anreise per Auto nach Sundern zu einem Besuch bei Verwandten. 

1. Tag: Altena - Quitmannsturm – Neuenrade – Hütte Falkenlei 7 Std., 22 km.

Autofahrt von Sundern nach Altena zu einem Parkplatz an der Lenne. Der Wan-derführer bietet Informationen zur Umgebung, aber keine Wegbeschreibung. Also suche ich nach der mit 37 Wegelogos anderer Wanderwege überzogenen Karte auf Seite 26 nach dem Beginn des Höhenflug-Weges. Endlich wird mir klar, dass ich nach einem Logo mit schwarzem H erst zum Start oben an der Burg aufstei-gen muss: Es fehlt ein Wegweiser. Später entdecke ich zufällig auf Seite 13 die Notiz mit dem Ein-stiegspunkt Altena. In den Karten des Wanderführers haben die gelb/weißen Logos vom Höhenflug einen schwarzen Rahmen, damit sie sich überhaupt abheben. Auf dem Weg habe ich diesen schwar-zen Rahmen um das blasse Logo herum schmerzlich vermisst. Da-gegen springen einem die vielen nicht zum Höhenflug gehörenden schwarz-weißen Logos anderer Wege förmlich ins Auge.

Dienstag, bewölkt bis heiter bei 8°C bis 15 °C. Genervt starte ich schließlich um 10.30 Uhr zum kurzen Aufstieg auf dem Burgweg mit schwarzem H zur Burg Altena mit Infotafeln vor dem Burgtor, hier also ist der Start zum „Höhenflug“. Markiert mit gelben Logos und weißem H steige ich auf Straße abwärts in die Stadt, schon bin ich auf der Suche nach dem weiterführenden H, finde es wieder am Abzweig zum Aufstieg über verwilderte Terrassen. Nach einer Siedlung mit schönsten Gärten bergauf durch Wald mit dem ersten Rastplatz zu einem Flugplatz mit dem Gasthaus „Am Windsack“. Hat Montag und Donnerstag zu, sonst ab 11.30 Uhr offen. Heute Dienstag 12.20 Uhr ist offen, also nütze ich die Einkehr.

Weiter auf der Höhe mit Ausblick und Farbtupfern von gelbem Gins-ter im Gelände zur geräumigen Schutzhütte „Hans Schmidt Hütte“, Rast mit Espresso und Keksen aus dem Rucksack. Jetzt aber mit Tempo auf der Forststraße weiter, vorbei an einer Baumschule mit SGV-Ehrenmal zum Quitmanns-turm. Der Stahlturm ist 14 m hoch, 70 Stufen führen hinauf zum 1. großen Panorama mit Neuenrade in der Mitte. Nach 10 Minuten auf dem Weiterweg kommt schon das 2. Panorama mit Schautafel vom Großen Attig 512 m. Abstieg zur Hönnequelle, die leider kein Trinkwasser abgibt. Dafür sind es nur 30 Minuten bis Neuenrade und dem feinen Hotel Wilhelmshöhe zur Einkehr. Ab 18.30 Uhr freut mich die sehr schöne Aussicht vom Weg, die Info an der Richt-stätte Hexen-Tanzplatz lässt mich erschaudern. Ein Mann kommt mir entgegen, er erkundigt sich nach meiner Tour und ist fasziniert darüber. Um 20.15 Uhr stelle ich hocherfreut mein Zelt unter eine Eiche neben der kleinen Schutzhütte „Falkenlei“.

2. Tag: Falkenlei – Altenaffeln – Hagen – Schombergturm, 8:45 Std., 25 km.

Mittwoch, bedeckt bei 10°C. Habe gut geschlafen, frühstücke ab 7.15 Uhr bei offenem Zelteingang bequem auf meinem Faltsitz mit Luft-matratze sitzend, der Esbitkocher macht mir in einer Aludose stehend das Wasser heiß für den Kaffee. Die Aludose verhindert einen Wald-brand und ist zugleich Windschutz. Ab 9.00 Uhr gehe ich auf Forststra-ße mit Waldlehrpfad zum „Schwarzen Kreuz“, es geht sehr schön weiter im Hochwald und durch Felder und Wiesen mit einem Umweg wegen fehlender Markierung in das Dorf Altenaffeln. Es ist 11 Uhr und das Gasthaus öffnet erst um 16.00 Uhr, kein Laden ist hier und auch kein Brunnen. In einem Bauernhaus am Weiter-weg muss ich um Trinkwasser aus dem Hahn bitten.

Mit dem Wasservorrat ist nach 2:40 h Gehzeit zur Kapelle „Altes Brün-neken“ auch ein Espresso auf einer Bank mit Ausblick möglich. Der Wanderführer strapaziert fortwäh-rend den Begriff atemberaubend für die Ausblicke, für mich trifft das Gegenteil zu. Der Blick auf die fließenden Geländeformen in ver-schiedenen Grüntönen der Wälder und Wiesen, auf die gelben Farbtupfer des blühenden Ginsters an den Waldrändern und auf die Ge-treidefelder beruhigt und ent-schleunigt auf der Stelle. Die wippende Sitzbank hier verführt zu-sätzlich zum Träumen.

Um 16.20 Uhr bin ich im großen Dorf Hagen, die Gasthäuser sind zu, auch der Dorfladen ist an diesem Mittwoch-Nachmittag geschlossen, wenigstens der Bä-cker hat auf für Kaffee und Kuchen. Per SMS lade ich meine Evelyn und ihre Verwandten ein zu einem Treff um 20 Uhr im Gasthaus auf „Wilde Wiese“. Um 17 Uhr starte ich ab Hagen steil bergauf im Wald, bis oben ist mangelhaft beschildert, vorbei am Ausblick mit Infotafel „Blackshahn“ und der Hütte Waldeshöhe zum Schombergturm.

Nach 170 Stufen habe ich von 648 m Höhe eine prächtige Rundum-schau in schöner Abendstimmung um 19.45 Uhr. Jetzt aber schnell hinab zum Gasthof Steinberger auf „Wilde Wiese“ zum vereinbarten Treffen. Evelyn, Monika und Wer-ner sind da und erwarten mich. Berichten, essen, trinken, Wasser auffüllen, waschen und rasieren, schon ist es 21.30 Uhr und höchs-te Zeit den Platz fürs Zelt zu su-chen. Für eine Übernachtung im Gasthof hier hätte ich mich lange vorher anmelden müssen.

3. Tag: Schombergturm – Wenholthausen - Reiste, 8:10 Std., 25 km.

Donnerstag, wolkig, kalter Wind, 10°C. Keine klare Sicht wegen Dunst, also ohne Turmbesteigung ab 7.15 Uhr weiter auf Forststra-ßen im schönen Wald über den Rastplatz „Schlubberbruch“ zum Wanderdreieck „Röhrenspring“ im dichten Fichtenwald. Ein Wegwei-ser mit Schildern in drei Richtun-gen markiert die bedeutende Ga-belung, denn hier kommen der Hauptweg von Meinerzhagen nach 59 km und die Variante aus Altena nach 49 km zusammen zur Fort-setzung des „Höhenflug“ bis nach Korbach mit 148 km Weg.

In Wald steigt der Weg bergauf zum Homert 656 m mit Panorama-tafeln und Ausblick von einem Hochsitz. Ohne den Umweg über den Estenbergturm wandere ich Richtung Ost mit Rast in der Hütte „Halloh“ zum Rastplatz „Birkenbrauck“ vorbei an Gut Hab-becke in das Dorf Wenholthausen mit Einkehr im feinen Landhotel Sauerländer Hof.

Es folgt der Aufstieg durch Felder, Wald und Wiesen zum Ausblick Gesenberg 438 m mit Schautafeln und Bank. Es folgt mein größter Ärger auf dieser Tour. Geführt vom Logo H bin ich von Wenholthausen zur Panoramatafel „Gesenberg“ aufgestiegen, leider ohne Blick auf die Karte gehe ich den Weg weiter Richtung SW flott bergab. Lange ist kein Logo H zu sehen, also zurück zum Ausblick „Gesenberg“. Stelle fest: Der Ausblick ist falsch eingetragen in der Karte auf Seite 82, und kein Wegweiser zeigt hier an, dass der „Höhenflug“ ein Stück weit Richtung NO zurückgeht und dann leider wieder ohne Wegweiser nach SO abbiegt.

Nach dem Abstieg ins Tal mit dem Dorf Büemke steige ich auf zum Funkturm auf dem Reisterberg 492 m mit gutem Ausblick. Abstieg zum Dorf Reiste, hier werde ich mit dem Auto abgeholt zur Heimreise nach Garmisch-Partenkirchen.

Fortsetzung des „Höhenflug“:

Anreise mit dem Auto am 05.08.2015 nach Reiste, Übernachtung im Gasthof Zur Post (sehr nett), Autostellplatz im Hof (gratis).

4. Tag: Reiste - Bad Fredeburg – Sattelbogen, 7:00 Std., 22 km.

Donnerstag, schön und bis 32°C. Ab 8.45 Uhr steigen wir von Reiste auf über drei Schutzhütten zum Somberg mit Hütte und Ausblick, im Abstieg hat die Waldrast-stätte „Altes Forsthaus“ zu, vorbei an einer Kapelle mit eingefasster fließender Quelle nach Bad Fredeburg, 4:00 h. Das Dorf hat schöne Häuser mit viel Schiefer an den Wänden und auf den Dächern. Der Supermarkt ist uns zu weit außerhalb, also Einkehr und Einkauf beim Bäcker.

In Bad Fredeburg stehen im Zentrum zwar große Wegweiser mit vielen Schildern, doch leider ist kein Schild mit „Höhenflug“ zu entdecken. Wir suchen nach Karte den Weiterweg. Endlich im Auf-stieg übersehen wir dann wieder einmal den Abzweig, weil der Pfosten mit dem blassen Logo verdreht steht. Nach 2:30 h Weg dann ein Superausblick auf Holt-hausen, um 18.30 Uhr sind wir am Wegekreuz Sattelbogen 599 m mit einer verwitterten Hütte, daneben ist ein Brunnen mit fließendem kühlen Wasser. Nachdem unser Zelt etwas abseits auf weichem Waldboden aufgestellt ist, kommt ein Mann mit Traktor und einem Holzspalter angefahren und spaltet bis in die Nacht hinein mit Moto-renlärm und großem Gekrache einen ganzen Stapel Rundholz zu Scheitern.

5. Tag, Sattelbogen – Altastenberg – Mollseifen, 5:00 Std., 19 km.

Freitag, schön bei 20°C. Die Nacht war warm, am Morgen hat es schon 20°C. Ab 7.00 Uhr steigen wir vom Sattelbogen zur Hunauhütte auf. Sie ist groß und neu mit ebener Wiese zum Zelten davor. 0:15 h sind es zum Hunauturm 799 m, leider ist der hier eingetragene Ausblick zugewachsen mit Bäumen, zwei verwitterte Bänke stehen in hohem Gras. Schade, wir wollten hier frühstücken. Urplötzlich verschwindet der Funkturm im Nebel, wir müssen bei kaltem Wind weiter zu den Hunau-Skiliften mit Schutzhütte am Irreplatz. Da sitzen wir gut geschützt in der Hütte zum Frühstück aus dem Rucksack.

Auf einem bewaldeten Höhenzug mit reifen Blaubeeren geht es über die Kuppe Hunau 818 m hinweg und vorbei an einem Hundegrab zur Antoniusquelle. Ist ohne Quellwasser, mit Parkplatz, Schutzhütte, Infotafeln und SGV-Gedenkstein. Wieder bei schönem Wetter weiter auf geänderter Strecke, eine Straßenkurve wird nach Schild abgekürzt auf einem Trampelpfad mit hohem Gras. Prompt entdecken wir vier Zecken an unseren Waden.

Kurz darauf erreichen wir Altastenberg, das Feriendorf hat keinen Lebensmittelladen, aber offene Gasthäuser. Die nette Wirtin im Wemhof berichtet uns von einer Unwetterwarnung mit Sturm und Starkregen am Nachmittag.

Noch ist es schön, wir gehen von Altastenberg auf dem direkten Weg hinauf zum Kahlen Asten 841 m und haben vom Turm oben ein Rundum-Panorama. Es ist verdächtig warm geworden auf dem Weiterweg über die Schutzhütte „Bürbigsplatz“ zum Dorf Mollseifen, 1:05 h. Der nette Mollseifer Hof hat ein Zimmer frei für uns, wir bleiben wegen der Unwetterwarnung, doch nichts dergleichen traf ein.

6. Tag: Mollseifen - Ziegenhelle – Hallenberg, 6:00 Std., 19 km.

Samstag, schön bis 23°C. Ab 9.00 Uhr gehen wir von Mollseifen auf verlegter Strecke bergauf zum Campingpatz, folgen dann einer bequemen Forststraße bis wir endlich merken, dass wir einen Abzweig übersehen haben. Schimpfend zurück zu einer Schwachstelle der Beschilderung, einem vermaledeiten Pfosten bei km 125,8. Für den Verhauer von 1:00 h sind wir trotzdem mitschuldig wegen Nichtbe-achtung der Karte, die im Rucksack schlummert.

Wir hatten bei km 125,8 den Pfosten mit blassgelbem Logo H und weißem Pfeil nach rechts übersehen, der weit links im schattigen Wald steht. Nach dem Cam-pingplatz sind wir auf der Forststra-ße geblieben, statt rechts Richtung West abzubiegen und kurz darauf beschildert Richtung Süden zu gehen. Bei km 125,8 sollte direkt am Weg ein Wegweiser angebracht werden! Auf dem richtigen Weg mit einem Stück Trampelpfad in hohem Gras haben wir prompt wieder Zecken am Bein, über die Schutzhütte „Züschen“ erreichen wir den Aus-sichtsturm Ziegenhelle 816 m. 60 Stufen hinauf zu wenig Ausblick wegen hohen Bäumen, die alte Hütte daneben ist nicht einladend. Der Weiterweg ist ab km 133 auf einen km Länge verlegt auf einen Naturweg mit gutem Ausblick, die anliegende Hubertuskapelle ist nicht in der Karte und auch nicht erwähnt. Wir rasten hier gut und ernten dabei süße große Blaubee-ren. Die Schutzhütte „Sperrweg“ würden wir nur zur Not betreten wollen, auch die Hütte am Heid-kopfturm ist primitiv, die Aussicht vom Holzturm daneben zeigt heute leider nur Nebel. Nach 0:50 h Abstieg treffen wir um 17.40 Uhr im Dorf Hallenberg ein und gehen zur Übernach-tung in das Hotel Sauerländer Hof (sehr gut und nett).

7. Tag: Hallenberg – Hesborn – Medelon – Orketal, 6:50 Std., 21,5 km.

Sonntag, bedeckt bei 20°C bis 30°C. Ab 9.10 Uhr von Hallenberg kurz aufgestie-gen zum Weiterweg über Wiesen mit Weitblick auf bewaldete Kuppen rund her-um. Nach 1:45 h bietet sich ein Aussichtsturm an in der Form eines riesengroßen Stuhles zum Staunen in die Runde, wieder mal bei Espresso und Keksen. Über Hesborn schön und hüglig über Wiesen- und Waldbuckel mit guten Ausblicken nach Medelon gebummelt. Hier können wir gut einkehren, um anschließend noch an der Orke flussauf zu gehen zum Zelten auf gemähter Wiese, allerdings bei feuchtwarmer Luft. Ab Medelon sind wir begeistert von mustergültigen Wegwei-sern mit Standortangabe und Höhe!

8. Tag: Orketal – Küstelberg – Gasthaus Graf Stolberg – Kalied, 7:20 Std., 21,5 km.

Montag, schön bei 18°C bis 30°C. Ab 7.20 Uhr gehen wir im Orketal zum Ab-zweig bei km 162,8. Parallel zu einem guten Fahrweg ist bis km 163,2 ein hässli-cher Naturweg für uns beschildert zum Aufstieg im Wald. Warum? Auf gutem Fahrweg weiter, einen steilen Fußweg hinauf zum Rösberg 781 m mit Bänken und Aussicht nach NW. Mit Heißhunger sind wir abgestiegen nach Küstelberg, leider hat das Gasthaus zu wegen Urlaub, und auch das Café hat zu wegen Ruhetag.

Enttäuscht schauen wir durch die Glastür des Cafés der Putzfrau beim Wischen zu. Die Frau öffnet und bringt uns belegte Semmeln und Getränke auf die Terras-se, besten Dank. Wir erfahren, dass die Wanderer aus den Hotels mit Brotzeittü-ten versorgt sind und deshalb unterwegs nicht einkehren, dass deren Gepäck transportiert wird und die Leute zu den Strecken gefahren und auch abgeholt werden. Derlei machen wir als zünftige Weitwanderer nicht mit, dafür tragen wir halt ein paar Fertiggerichte mit plus genügend Trinkwasser.

Der Rastplatz am Hillekopf 800 m mit einer neuartigen Schutzhütte und zwei Sitzgruppen gehört ver-mutlich zum Rothaarsteig, der hier durchkommt. Da sitzen wir etwas länger als sonst zur Rast, bei 30°C trocknen unsere Schlafsäcke sehr gut. Nach der Schutzhütte „Knoll“ treffen wir auf Wanderer, die von einer Neuigkeit schwärmen. Am Parkplatz „Auf’m Knoll“ ist ein neu-es Berggasthaus „Graf Stolberg“ mit täglicher Bewirtung von 10.30 bis 18.30 Uhr. Das Holzhaus mit großer Terrasse ist gut gemacht und zieht uns magisch an zur Ein-kehr unter vielen Autotouristen.

Als Leute mit dem Namen Diem sind wir gespannt auf die Diemelquelle. Die Die-mel entspringt nur einige Minuten Gehzeit unterhalb des Gasthauses, allerdings sind wir enttäuscht von dem vernachlässigten Platz und halten uns nicht lange auf. Nach der Aussicht von „Kahle Pön“ 774 m kommt ein besonders schöner Abschnitt durch Heide zum Usselner Kreuz, auch mit guter Aussicht. Mit Naschen von safti-gen Blaubeeren kommen wir um 18.50 Uhr zur Schutzhütte „Kalied“ 745 m. Hier ist für uns ein guter Platz zum Zelten unter Laubbäumen und mit Ausblick.

9. Tag: Kalied – Düdinghausen – Goldhausen – Korbach, 6:15 Std., 21 km.

Dienstag, heiter bei 18°C bis 30°C. Leider ohne Fernsicht und ohne Sonnenaufgang steigen wir ab 7.10 Uhr von „Kalied“ ab, ein Stück weit geht es durch die Riepenbach-schlucht nach Düdinghausen. Hier erfreut uns der Bäckerladen mit einem Frühstück auf der Terrasse. Vom Gegenanstieg mit der Kreuz-wegkapelle noch ein schöner Rückblick, dann aber flott durch Wald und Wiesen mit einigen guten Ausblicken über Nieder-Schleidern auf Goldhausen zu, schon den Eisenberg 560 m im Blick. Der mächtige Turm da oben hat 120 Stufen hinauf zur besten Rundumschau der Tour.

Nach dem kurzen Abstieg zu ei-nem Parkplatz mit Infotafeln am Ende des „Höhenflug“, bummeln wir bei 30°C in praller Sonne dem schwarzen H folgend auf Feldwe-gen durch Wiesen und Felder in 1:25 h in das Zentrum von Korbach. Es ist 16.40 Uhr, nach dem Stadtbummel gehen wir zur Übernachtung in das Hotel Goldflair (goldig und nett).

Mittwoch: Fahrt mit Bahn und Bus nach Reiste, Heimreise per Auto mit dem Wunsch, den Höhenflug von Meinerzhagen zum Wanderdreieck „Röhrenspring“ auch noch zu begehen.

Zusammenfassung:

Der Suaerland Höhenflug gewandert von Hans und Evelyn Diem mit Zeltausrüstung.
1.Teil: Hans Diem vom 26.05. bis 28.05.2015 von Altena nach Reiste, 72 km.
2.Teil: Hans und Evelyn Diem vom 06.08. bis 11.08.2015 von Reiste nach Korbach, 132 km.
Gesamt: 9 Tage, 62:25 Std. Gehzeit, 204 km Weg, 5 Nächte im Zelt, 4 Nächte in Häusern.

Fotos: Hans Diem

Weitere Quellen zur Information:

Seligmann, Sylvia: Sauerland-Höhenflug, Reihe: OUTDOOR - Der Weg ist das Ziel, Conrad Stein Verlag, 2011, ISBN 978-3-86686-248-7, 1. Auflage, 169 Seiten, 12.90 €,
Wanderkarte Leporello: Sauerland-Höhenflug, Meinerzhagen / Altena - Korbach, 1:25.000 PUBLICPRESS - Verlag, ISBN: 978-3-89920-517-6, 12,99 €
www.sauerland-hoehenflug.de
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Servicehotline für Beratung und Buchungsabwicklung Tel. 02974-202 199

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