Via Alpina - Blauer Weg

ViaAlpina

Juni und Juli 2005 von Susa nach Riale im Val Formazzo, 27 Tage, 166 Std. Gehzeit, 380 km Wege, 30 000 m Aufstieg, 1 Mal über 3000 m, 30 Mal über 2000 m Höhe, 8 Zeltnächte.

Von Susa steige ich über Novalesa auf zum Ricciamelone, 3538 m. Weiter nach der Etappenliste nach Norden, auf der GTA über Höhenzüge und Talorte nach Ceresole Reale. Quere auf einer alpinen Variante in Südflanke von Gran-Paradiso-Bergen über Colle Sia, 2274 m, Bocchetta des Ges, 2692 m, Bivacco Ivrea, 2770 m, Colle dei Becchi, 2990 m, Rifugio Contese nach San Lorenzo zum Blauen Weg auf der GTA.

Auf den Abschnitten der GTA kamen von Norden her nur wenige deutsche Wanderer entgegen. Die Wirte der Quartiere sprachen von einem großen Rückgang. Die Etappenorte der GTA entwickeln sich auffällig zu Ferienorten. Häuser, Straßen und Plätze werden saniert, teils sind Siedlungen und Hotels im Bau. Man sagte uns, den Italienern wird es zu heiß an den Küsten, sie urlauben vermehrt in ihren Bergdörfern. Im Val Formazza wird groß gebaut für die olympischen Winterspiele 2006. Das verkommene alte Walserdorf Riale ist jetzt saniert und kultiviert und ein Schmuckstück geworden mit Gaststätten und Betten – wenn das die Walser sehen könnten!

Nach Ronco Canavese zieht die Via Alpina schön durch das Valle di Campiglia zum Colle d’Arietta, 2939 m, über Mont Avic Gebirge, das Valle d’Aosta und das Val di Gressoney nach Alagna Valsesia. Wieder ziemlich eintönig auf der GTA bis Antronapiana. Da steigt die Via Alpina hinauf zum fantastischen Rifugio Andolla und sehr schön grenzschlängelnd nach Simplon Dorf.

Ich müsste nun in der Schweiz über das Saflischtal zur Alpe Devero gehen. Meine Variante kürzt ab. Ich gehe auf der italienischen Seite wunderbar über hohe Pässe und Hütten zur Alpe Veglia und zur Alpe Devero. Kurz weiter auf dem Blauen Weg. Am Lago Vannino gehe ich wieder ab nach Norden, komme über einen Passo von oben nach Riale im Val Formazzo, dem nördlichen Ende des Blauen Weges mit dem Anschluss an den Roten Weg. Ich gehe talabwärts noch zu Fuß nach Ponte. Von hier gibt es einen Linienbus zum nächsten Bahnhof.

Seit August 2005 werden von der Organisation Via Alpina im Internet unter www.via-alpina.org ausführliche Informationen zu jedem Weg und jeder Etappe in fünf verschiedenen Sprachen angeboten.

 

 

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