30. Etappe von Schwarzburg nach Neuhaus am Rennweg

Ein ganz eigenes Gefühl, in einem riesigen Speisesaal ganz allein zu sitzen und zu frühstücken. So richtige Lust zum Wandern haben wir nicht, denn draußen ist eisige Waschküche. Aber wir kneifen nicht, wobei wir uns diese Option offen halten.

Der EB verläuft gleich vor der Haustür. Die Jugendherberge liegt am Ortsende (oder Anfang ☺). So geht es sofort hinein in den Wald und die nächsten Kilometer entlang der Schwarza. Trotz Nebels haben wir einen romantischen Blick hinauf zur Schwarzburg, bevor wir diesen traumhaften Ort hinter uns lassen.

Sitzendorf ist rasch erreicht. Im Verkaufsraum der Sitzendorfer Porzellanmanufaktur (www.porzellan-sitzendorf.de) hole ich mir meinen heutigen Stempel. Es spannend, was es alles aus Porzellan gibt ☺. Auch hier in Sitzendorf sind einige schöne Hotels verwaist … Uns fällt auch das riesige Bauernmuseum auf. Es wirkt einladend. Der Bismarkturm oberhalb des Ortes ist sicherlich ein beliebter Anlaufpunkt beim Wandern, leider liegt er nicht an unserer Strecke …

Die Wegemarkierung ist in Sitzendorf nicht sehr dolle … wir wuschteln uns bis zur Lichtenhainer Bergbahnstation so durch. Der Weg jedoch ist hübsch.

Nun geht es straff auf Oberweißbach. Im Fröbelmuseum für den Erfinder des Kindergartens gibt es schon den nächsten Stempel. Wegen der Witterung laufen wir jedoch weiter ohne es anzusehen, denn wir wollen ankommen. Aber das soll noch dauern. In einem großen Bogen führt der Weg hoch hinaus aus dem Ort zum Fröbelturm (784m). Unterwegs stehen viele Bänke – sicher wegen eines schönen Blicks. Naja, da werden wir noch mal gucken kommen müssen.

Nach dem Fröbelturm ist der Weg wieder weg … Wir haben das Gefühl im Kreis zu laufen. Winter und Nebel hüllen uns ein. Aber dann erreichen wir den Bahnhof von Cursdorf. Das Örtchen, wo wir in der Tourist-Info noch einen Stempel erhalten, ist rasch durchlaufen. Die Schau-Porzellan-Manufaktur und Glasapparate-Museum im „Wanderparadies zwischen Saale und Rennsteig“, wie der Ort sich benennt, müssen noch auf uns warten.

In Neuhaus werden wir in der Jugendherberge erwartet. Obwohl hier investiert wurde, macht sie einen arg heruntergewirtschafteten Eindruck. Wir erfahren: Ende des Jahres ist hier Schicht im Schacht.

Bevor wir die Jugendherberge erreichen, holen wir in der Tourist-Info noch unseren Stempel und kehren in einem Café ein, wo wir auch fürs Abendessen einkaufen. Mit uns übernachtet nur noch eine Frau im Haus: Elke aus Kassel, sie läuft den Rennsteig.

Wir schlafen herrlich ruhig.

Übrigens: Der Ort hält seit Mai 1996 mit 242 Stunden (zehn Tage) den deutschen Rekord der längsten durchgängigen Nebelperiode, wie wiki weiß. Befinden wir uns in der neuestens Rekord-Periode? 19/20 Stunden hat er heute wohl gehalten!

EB - Freundschaftsweg Eisenach Budapest: Deutschland
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