10. Etappe von Wolkenstein bis Geyer

Den Einstieg zu finden stellt sich doch immer wieder als Herausforderung dar. Zwar haben uns sowohl der Wirt als auch ein Ehepaar wohlwollend den Weg gezeigt – doch offensichtlich haben beide noch nie vom Wanderweg gehört. Gegenüber dem Wolkensteiner Zughotel – etwas rechts, beginnt der Weg linkswärts aufsteigend. Wir jedoch laufen zunächst eine Schleife auf der Straße – und wurschteln uns durch Schönbrunn ...

 ... und machen gleich eine hübsche Entdeckung: Direkt am Wanderweg ein mit EU-Mitteln frisch sanierter Vierseithof, der als Pension eröffnet wurde. Sehr einladend, sehr ruhig gelegen, mit herrlichem Blick und wundervollem Ambiente (www.ambrossgut.com … die Internetseite zeigt nicht wirklich das „wahre Gesicht des Hauses“).

Weniger schön ist der Wanderweg ab hier, obwohl es eine hübsche Allee ist bis Falkenbach – leider asphaltiert. Der Blick jedoch ist wundervoll – und das bleibt bis Ehrenfriedersdorf auch so. Ab Falkenbach, wo viele Wege wunderbar beschildert sind, geht es auf angenehmen Feldwegen und durch Waldabschnitte. Kurz vor Ehrenfriedersdorf nehmen wir eine Erfrischung in einem Kneippbad am Wegesrand. Vorbei an der einladenden, hübsch gelegenen Pension „Sommerfrische“ erreichen wir Ehrenfriedersdorf. Ein hübscher, vom Bergbau geprägter Ort, davon zeugen die dominante Halde und das Schaubergwerk.

Von hier aus ist es nicht mehr weit zu den Greifensteinen, einem beliebten Ausflugsziel. Das wissen wir zwar, aber wie beliebt, das erfahren wir dort hautnah – denn es ist Ostern und schönes Wetter J. Hierher locken Aussichtsfelsen, das Heimatmuseum, die Stülpner-Höhle und natürlich das gleichnamige Naturtheater. Wir genießen in dieser romantischen Umgebung einen Kaffee und ein Eis, dann flitzen wir weiter – fort von den vielen Menschen. Vorbei geht es nun am Greifenbachstauweiler und hinein in den Wald, wo Mundlöcher etc. entlang des Weges vom Bergbau der Region zeugen. Vorbei an der Sprungschanze und nochmal über viele Stufen den Berg hinauf, erreichen wir unser heutiges Ziel: die Bingestadt Geyer.

Seinen Beinamen erhielt die Stadt von dem ehemaligen Bergwerk am Geyersberg. Bereits im 14. Jh. wurde hier Erz gefördert - hauptsächlich Zinn, aber auch Silber und Kupfer. Da das Gestein sehr hart war, wurde hier vor allem durch Feuersetzen abgebaut. Dadurch entstanden große Hohlräume von bis zu 40 Metern Durchmesser und 35 Metern Höhe. Diese jedoch wurden dem Bergwerk zum Verhängnis, da sie viel zu dicht beieinander lagen. Nach einem ersten Einsturz 1704 kam folgte 1803 die Katastrophe: Das Bergwerk stürzte völlig ein.
Der rund 60 Meter tiefe Einsturzkessel liegt direkt zu Füßen der Terrasse des Vereinshauses „Huthaus an der Binge“, wo wir uns einquartiert haben. Hier gibt es nur die eine Ferienwohnung. Die Lage des Hauses ist herrlich, die Küche bestens, die Bewirtung ebenso. Wir fühlen uns wohl!

Vereins Huthaus an der Binge; 09468 Geyer, Bingenweg 21; Tel. 037346/ 65 24

EB - Freundschaftsweg Eisenach Budapest: Deutschland
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