Wandern ist nichts für verträumte Seelen. Da stapft man versonnen vom Pöhlagrund bergan, diesem im Sommer weltvergessenen Gasthof, freut sich am Gekeife eines Eichelhähers und dem Duft des Wermuts, sinniert und phantasiert, tritt aus der Sonne in den kühlen Wald - und plötzlich ist der Balken weg: Jener weiß-blau-weiße Balken...
Auf den Spuren von Caspar David Friedrich (CDF) durch die Sächsische Schweiz
Nach langer, schwer erträglicher Abstinenz mit echten Entzugserscheinungen aufgrund einer hartnäckigen Achillessehnenentzündung ist endlich mal wieder eine, wenn auch moderate, Weitwanderung angesagt.
Wenn man Spaß am Wandern hat muss man eigentlich auch Fan von CDF sein, in dessen Werk das Wandern ein ja immer wiederkehrendes Sujet ist. Anlässlich seines 250. Geburtstages im vorigen Jahr habe ich eine großartige Ausstellung seiner Bilder in Dresden besuchen können und da ist mir ein kleines Büchlein in die Hände gefallen „Wandern mit Friedrich“, das in mir die Idee geweckt hat, doch mal auf seinen Spuren auf dem Malerweg durchs Elbsandsteingebirge zu wandern. Voila, nun bin ich in Pirna, wo der Weg beginnt.
Eigentlich war alles anders geplant. Auf dem Liessteig, im vorigen Jahr zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt, wollte ich im Südwesten der Republik in der vorösterlichen Zeit dem Frühling entgegenlaufen. Aber der Plan scheiterte mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, daran, dass für diese Wanderung in dem von mir angepeilten Zeitraum nicht die erforderlichen Übernachtungsmöglichkeiten gegeben waren. Nun gut, hab ich mir gedacht, wenn ich nicht dem Frühling entgegengehen kann muss der Frühling halt zu mir in den Osten kommen. Das erwies sich letztendlich als der richtige Planungsansatz.
Unterwegs auf dem Fernwanderweg EB. Entgegen der allgemeinen Wegführung haben wir die Strecke für uns geteilt und laufen von Schmilka gen Eisenach sowie gen Budapest.






