Rhein – was verbindet man damit nicht alles: Kultur, Geschichte und Geschichten, Burgen und Sagen, atemberaubende Landschaften, Wein natürlich und, und, und. Das will ich mir in diesem Jahr auf dem Rheinsteig erwandern und auch das, was man nicht so ohne weiteres damit verbindet.
In vierzehn Etappen führt der 66-Seen-Wanderweg einmal um die Bundeshauptstadt und zeigt dem Wanderer so ungefähr alle Landschaften, die das Land Brandenburg zu bieten hat: Märkische Heide und märkischer Sand, dunkle Kiefernwälder, uralte Eichen, Birkenalleen, Sümpfe, Wiesen und Äcker.
Nach einer gefühlten wanderlosen winterlichen Ewigkeit endlich wieder unterwegs. Der letzte Teilabschnitt des Saar-Hunsrück-Steigs (SHS) – 10 Etappen von Herrstein nach Boppard – hat nach mir gerufen, und einem solchen Ruf kann ich mich nicht verschließen.
Im „Jahrhundertsommer“ 2018 soll nun der zweite Abschnitt des Saar-Hunsrück-Steiges unter die noch fast neuen Wanderschuhe genommen werden. Im ersten Abschnitt habe ich ja die Variante nach Trier gewählt (siehe Bericht: Saar-Hunsrück-Steig von Perl nach Trier), jetzt geht’s auf der „Normalroute“ Richtung Rhein weiter.
Der Saar-Hunsrück-Steig ist ein 410 Kilometer langer Wanderweg im Naturpark Saar-Hunsrück sowie im östlichen Hunsrück und verläuft von Perl an der Mosel über die Saarschleife bei Mettlach im Saarland über Hermeskeil und Idar-Oberstein an der Nahe in Rheinland-Pfalz bis nach Boppard am Rhein.
Ein Abzweig von Hermeskeil führt als Ruwer-Route nach Trier an der Mosel.
Der Steig wurde 2012 von der Saarschleife um zwei Etappen bis zur Mosel bei Perl verlängert und 2015 von Idar-Oberstein bis Boppard weitergeführt.
Obwohl erst 2007 eröffnet, hat er bereits das Wandersiegel des Deutschen Wanderinstituts erhalten, weil zum Beispiel nur 5 % der Strecke über asphaltierte Wege führen und mehr als 70 % Naturwege sind.
Eigentlich war alles anders geplant. Auf dem Liessteig, im vorigen Jahr zum schönsten Wanderweg Deutschlands gekürt, wollte ich im Südwesten der Republik in der vorösterlichen Zeit dem Frühling entgegenlaufen. Aber der Plan scheiterte mal wieder, wie so oft in letzter Zeit, daran, dass für diese Wanderung in dem von mir angepeilten Zeitraum nicht die erforderlichen Übernachtungsmöglichkeiten gegeben waren. Nun gut, hab ich mir gedacht, wenn ich nicht dem Frühling entgegengehen kann muss der Frühling halt zu mir in den Osten kommen. Das erwies sich letztendlich als der richtige Planungsansatz.
Dieser Wanderweg wurde im unteren Bayerischen Wald von den Haidelgemeinden Hinterschmieding, Grainet, Philippsreut, Haidmühle und Neureichenau eingerichtet und verläuft in der Ungebung der Bayerwaldberge „Dreisessel“ und „Haidel“. Seine Gesamtlänge beträgt 130 km, dabei sind jedoch mehrere Rundwanderwege eingerechnet, die man aber nicht alle unbedingt gehen muss.