Durch die Böhmische Schweiz auf dem EB/E3

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Von Obstknödeln, Bushaltestellen und „hot and fruity“

Mitgliederwanderung 2013: 150 km auf dem EB in Tschechien von Hrensko (Böhmische Schweiz) nach Bily Potok (Isergebirge)

13 Menschen, die sich durch den Verein kennen, 13 Menschen, die das Weitwandern miteinander verbindet, machen sich gemeinsam auf den Weg. Doch werden sie sich in dieser Wander-Urlaubs-Woche verstehen? Schon an dieser Stelle sei gesagt: Ja, und wie!

Und: Wir hatten riesigen Glück: Wir haben die Woche zwischen dem Hochwasser und der großen Hitze erwischt ...

Beide Wanderleiter, Carsten und ich, waren voller Vorfreude, unseren Mitgliedern ein traumhaftes Wanderparadies zu zeigen. Für die meisten Mitwanderer war Tschechien völliges Neuland. Und wie einige später gestanden, waren sie nicht ganz ohne Vorbehalte aufgebrochen. Verabschiedet haben sie sich von Tschechien eine Woche später nur sehr schweren Herzens.

Staunen ob der wundervollen Natur war fast durchgängig angesagt bei unserer Tour. Ebenso Genuss – auch, oder vor allem der der leckeren tschechischen Küche (unser Tipp: Obstknödel!) – und natürlich Lachen. Wie es so ist, wenn eine Gruppe längere Zeit zusammen unterwegs ist – rasch gibt es herzerfrischende Running-Gags: Nachdem am ersten Wandertag dringend eine Bushaltestelle gesucht wurde – vor allem von Friedhelm, blieb künftig keine mehr ungesehen. Stets erschallte der Ruf: Wann fährt der nächste Bus? So wurde Friedhelm zum Bushaltestellen-Liebhaber.

Fuhr kein Bus – den wir auch gar nicht wollten J - kam stets die Frage: Wie weit ist es noch ... bis zur nächsten Pause, ... zum nächsten Ort, ... zum Ziel? Nachdem zufälliger Weise einige Male hintereinander  3,5 km angesagt bzw. angezeigt worden war, wanderten wir künftig nur noch diese Entfernung – egal wie weit J.

Und Helmi erhielt einen neuen Namen: Nach dem Genuss eines 100 Prozent aus einem chemischen Labor stammenden  Getränks „hot and fruity“, das Helmi nur durch meine Unterstützung – und auch dann nur auf Umwegen erhielt, was ihn nicht wirklich amüsierte, war er dann so hocherfreut und des Lobgesanges ob des köstlichen Getränks nicht mehr zu bremsen, dass er fortan „hot and fruity“ hieß. Doch zurück zur Wanderung.

Der Start der einwöchigen Tour hatte wegen des Hochwassers verändert werden müssen, denn eine Anreise über die Sächsische Schweiz –wie geplant per Bahn ab Königstein - war noch immer nicht möglich. Doch das brachte unserer Gruppe letztendlich einen Einstieg in die Böhmische Schweiz, wie er wohl selten erlebt werden kann: völlig einsam!

Nachdem wir – nun eben doch mit drei Autos - über Zittau (Wo sich Hans noch rasch einen Backenzahn ziehen ließ) zu unserem ersten Hotel „Vysoka Lipa“ gereist waren, machten wir uns sofort auf die Socken – rückwärts quasi. Denn was als Strecke geplant war, musste nun als Rundwanderweg gelaufen werden: 20+ statt der geplanten 10 km am Anreisetag. Die Runde hatte zur Mitgliederversammlung auf dem Programm gestanden: Durch die Wilde und die Edmundsklamm über das Hochwasser-gesperrte Hrensko hoch hinauf zum Prebischtor, der größten natürlichen Sandsteinbrücke Europas. Auf dem Rückweg schüttete Petrus über uns aus, was er noch nicht zum Hochwasser beigesteuert hatte – und das war eine ganze Menge. Aber dieser Regen brachte einen herrlichen Regenbogen über dem Panorama der Böhmischen Schweiz. Was für ein Start!

Und es sollte immer weiter so gehen mit großartigen oder spannenden Eindrücken. Am nächsten Morgen brach etwa die Hälfte der Gruppe vor dem Frühstück mit mir auf – zu einem nahe gelegen Tal. Es lag nicht auf unserer Strecke, ich hatte es aber zeigen wollen: die Dolský mlýn (Die Mühle) in der Ferdinandsklamm. Die romantische Ruine der ehemaligen Mühle am Flüsschen Kamenice (Kamnitz) wird gern als Filmkulisse verwendet. So ist sie vor allem aus dem Märchen "Die stolze Prinzessin" bekannt. Wir sieben stolperten an diesem Morgen mitten hinein in eine neue Filmkulisse für „Die Pilgerin“. Es war so echt, dass wir einige Zeit brauchten, um das wirklich zu begreifen – und bis dahin spielten wir recht fröhlich Marktfrau, Fischer-Ehepaar ... Welch ein Erlebnis auf nüchternen Magen.

Nach dem Frühstück dann ging es „wirklich“ los mit unserer Weitwanderung. Die Autos ließen wir für die Woche am Hotel.

Die Wanderung führte durch sehr vielgestaltige Landschaften: Von den Elbsandsteingebilden der Sächsischen und Böhmischen Schweiz mit ihren bizarren Formen, tiefen Tälern und hohen Aussichtsgelegenheiten durch das Lausitzer Gebirge mit seiner Vulkankegeln (und Eiszeitrelikten wie dem Alpenstrudelwurm) bis ins liebliche Isergebirge.

Herrliche Aussicht boten schon am ersten Tag der Wanderung u. a. Šaunštejn (Hohenleipaer Raubschloss), eine Felsenburg bei Vysoká Lípa (Hohenleipa), der Rudolfuv kámen (Rudolfstein), die Vilemínina stena (Wilhelminenwand) und der Mariina skála (Marienfels) bei Jetrichovice (Dittersbach).

Später ging es durch das Tal Pavlínino údolí (Paulinengrund), ein etwa 3,5 km langes canyonartiges Tal, das der Chribská Kamenice-Bach in den Kreidesandsteinen zwischen Studený (Kaltenbach), Rynartice und Jetrichovice (Dittersbach) gebildet hat. Langsam laufen die Sandsteinfelsen aus ... Den ersten Wanderern geht ob des stetigen Aus- und Abwärtslaufens die Puste aus – der Studenec (736 m), ein charakteristischer kegelförmiger Basaltberg, bleibt heute unerklommen ... Unser Ziel, das Hotel Permon, erreichten wir pünktlich zur Abendbrotzeit.

Am nächsten Morgen die Überraschung für Friedhelm: 3,5 Kilometer Asphalt zurück zum Wanderweg ersparten wir unseren Füßen und fahren zunächst Bus. Auf breiten Forstwegen, später auf schmalen Waldpfaden geht es bis zur Bahnstation Jedlova – hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein. Der Bahnvorsteher lässt uns bereitwillig die historische Technik bestaunen und fotografieren. Weiter geht´s dann  hinauf  zur  Burg Tolštejn (Tollenstein). Sie ist eine der bedeutsamsten mittelalterlichen Burgen Nordböhmens. Hier stärken wir uns und genießen die weite Sicht, bevor es über den Luž (Lausche, 793 m) – schon bekannt durch die Mitgliederversammlungs-Wanderung – Horní Svetlá (Oberlichtenwalde) - unserem nächsten Etappenziel – entgegen geht. Wenige 100 Meter zuvor jedoch kommen wir an der Luž-Baude nicht vorbei: Obstknödel gibt es hier ... Kindskopfgroß und unbeschreiblich lecker.

Von der hübschen Pension „Ceska Chalupa“ können wir schon eines der Ziele des nächsten Tages sehen: den Hvozd (Hochwald, 749 m). Markant ist die breit gelagerte sattelförmige Gestalt. Mitten darüber verläuft die Staatsgrenze zwischen Deutschland und Tschechien. Wegen seiner guten Aussicht trägt der Berg auch den Beinamen Aussichtsturm des Zittauer Gebirges. Nach einer leckeren

Waldmeisterbrause geht er weiter, dem nächsten spannenden Ziel entgegen: dem Sokol (Falkenberg). Er ist wegen seiner Kegelform einer der markantesten Berge des Lausitzer Gebirges (592,5 m). Auf dem Gipfel befinden sich die geringen Überreste der Burg Starý Falkenburk (Alte Falkenburg). Die Betonung liegt hierbei auf „gering“, eigentlich gab es dort nichts zu sehen – nicht mal eine Weitsicht J. Weiter ging es nach Petrovice, das uns etwas enttäuschte: Hier hatte die Einkehr geschlossen, auf die wir uns gefreut hatten. Dafür ging es nun nochmal richtig kräftig bergan! Vorbei am  Loupežnický vrch (Raubschlossberg, 539 m) führte ein herrlicher Hohlweg dann hinunter in den Kaisergrund (Krasny dul) . Dann die Überraschung des Tages: Wir hatten keine Unterkunft direkt am Weg gefunden, sondern nur in Jitrava. Also: Augen auf, wir müssen den roten EB/E3 verlassen und auf grün abbiegen ... dachten wir! Der EB/E3 ist hier verlegt worden und führt an den eindrucksvollen Bílé kameny (Weiße Steine oder auch Elefantensteine, eine unter Naturschutz stehende Kreidesandsteinformation) vorbei – direkt hinein nach Jitrava, wo wir im Hotel „Hostinec u Podkovy“ (Hotel zum Hufeisen) erwartet werden. Luxus pur. Lars schlägt zu und genießt eine Massage.

Gut erholt und ebenso gestärkt geht es nun gen Liberec. Den Abstecher über den grünen Velky Vapenny macht nur die Hälfte der Truppe ... Lustwandeln eben – jedem wie es ihm gefällt. Auf den Kameny zieht es sogar nur noch Ilka, Lutz und mich. Aber nun grüßt von gar nicht mehr so fern der Jested, der utopisch anmutende Aussichtsturm. Schweißtriefend erreichen wir ihn, pausieren kurz, bevor wir mit der Seilbahn hinab fahren und dann mit der Straßenbahn ins Liberecer Zentrum. Unsere Unterkünfte sind mitten in der verkehrsberuhigten Altstadt: für Pärchen geht´s ins Hotel „Radnice“, Einzelreisende wohnen gleich nebenan in der Residence „Salvia“.

Dann gibt es eine kurze, aber intensive Stadtführung durch Lutz. Am Anfang geht es natürlich in das so bekannte Jugendstilhotel Praha! Wir genießen das nächtliche, städtische Treiben und freuen und auf die Ruhe der kommenden zwei Tage.

Bevor aber wieder unsere Füße gefragt sind, fahren wir Bahn – nach Frydlant. Außer  Lutz. Der reist ab. Da waren´s nur noch 12.

Das Städtchen Frydlant liegt zwar etwas abseits des EB/E3, jedoch ist die Strecke von Liberec zur Smedava sehr asphaltlastig. So machen wir einen kleinen Umweg, besichtigen die Burg Frydlant und marschieren dann hinein ins Isergebirge – bis Heinice. Hier darf nochmal 3,5 km Bähnchen gefahren werden (Ehe wir mit dem Fahrkartenautomanen klar kommen, müssen wir schon aussteigen ... wie haben zwar etwas „gezogen“ ... aber was?), bevor uns die letzten 3,5 km bergan zur Bartlova-Bouda führen. Auf der Terrasse sitzen wir im Schein der untergehenden Sonne und genießen den Blick ins weite Tal und auf die Felsen.

Und schon ist der da, der letzte Tag unserer Wanderwoche. Katrin und Lars reisen ab ... Da waren´s nur noch zehn. Und die hielten durch, auch wenn es der letzte Tag nochmal in sich hatte: Hinab geht es gen Heinice – über den Wasserfall hoch hinauf zum Gipfelhopping mit herrlichen Aussichten auch auf die Bartlova Bouda – und dann haben wir ihn weder: den Anschluss zum EB/E3. Grund zur Freude und zur Pause auf der Smedava. Noch einmal schlemmen wir Obstknödel und ziehen dann über Predel und Palicnik (Wo wir das „geheime“ Gipfelbuch-Versteck für Wanderer unseres Wirtes finden und uns am Inhalt laben) zurück zur Bartlova-Bouda. Zünftig mit einem Becherovka beenden wir unsere Wanderzeit.

Rund 150 Kilometer sind wir zusammen gegangen, hatten wunderbare Touren, tolle  Gespräche, viel Ruhe und noch mehr Genuss. Mir hat es gefallen – dort mit Euch auf dem EB/E3 unterwegs gewesen zu sein!

Hier der gesamte Bericht, geschrieben täglich von einem anderen Wandersmann bzw einer Wandersfrau oder Wanderspärchen:


1. Tag von Hrensko nach Vysoka Lipa

Berichterstatter: Christine und Helmi Wimmer (Sonntag, 9. Juni)

Nach dem gemeinsamen Frühstück im Hotel "Jonashof" in Jonsdorf, trennt sich die Spreu vom Weizen. Die zwölf Streckenwanderer/innen verteilen sich in drei Autos. Vorerst geht es nur bis Zittau. Dort wird der dreizehnte aufgeladen, der notfallmäßig heute Morgen um einen schmerzenden Backenzahn erleichtert worden ist. Bald sind wir ennet der Grenze und in der Tschechei.

 Im Hotel "Vysoka Lipa" deponieren wir den Großteil unseres Gepäcks und nach einer Erfrischung steigen wir in unsere Wagen und in Meszni Louka wieder aus. Fröhlich marschieren wir fünf Frauen und die acht Mannen los, zuerst durch die Wilde, dann durch die Edmundsklamm, die lange als lebensgefährliche und nicht passierbare Wildnis galt. Steil und beeindruckend türmen sich auf beiden Seiten des Kamenice die Felsen, der Steig ist schmal und romantisch.

Nun beginnt es zu regnen, was ein Paar abhält, aufs Schiff mitzukommen. Sie haben leider eine schöne Fahrt verpasst. Einmal steigen wir in ein anderes Boot um und inzwischen hat der Regen nachgelassen. Sowohl auf Tschechisch wie auf Deutsch erläutern unsere zwei Führer, was für Figuren sie in den bizarren Formationen der gewaltigen Felsen erahnen.( Z.B. Hanka, Danka, Manka, Franka und die Oma Casablanca.)

Im Restaurant in Rouce, gesellen sich die zwei Abhandengekommenen wieder zu uns. Weiter geht's, immer an riesigen Sandsteinfelsbrocken vorbei, bis wir hoch oben das Prebischtor erblicken. Es soll die größte Sandsteinbrücke Europas sein. (Höhe 21m, Spannweite 30m.) Von hier aus hat man einen wunderbaren, weitreichenden Blick über die immensen Wälder, Vulkankegel und Dörfer.

Beim Abstieg  hören wir ein Grollen und gleich darauf werden wir gründlich nass. Es wird spürbar kälter. Zurück im Hotel wird dafür warm geduscht, die Frauen im einen, die Männer im anderen Duschraum.

Zur Feier des fulminanten Auftaktes unserer Wanderung werden ein paar Flaschen Sekt getrunken und Petrus schickt noch einen wunderschönen Regenbogen. Alle freuen sich auf die nächsten Tage und bedanken sich für den erlebnisreichen Start beim Planungsteam.


2. Tag von Vysoka Lipa nach Chribska

Berichterstatter: Katharina Wegelt (Montag, 10. Juni)

Das nun sollte der erste richte „Weitwandertag“ werden. Noch vor dem Frühstück gab es eine Überraschung: Etwa die Hälfte der Gruppe brach quasi im Morgengrauen  mit mir auf – zu einem nahe gelegen Tal. Es lag nicht auf unserer Strecke, ich hatte es aber zeigen wollen: die Dolský mlýn (Die Mühle) in der Ferdinandsklamm.

Die romantische Ruine der ehemaligen Mühle am Flüsschen Kamenice (Kamnitz) wird gern als Filmkulisse verwendet. So ist sie vor allem aus dem Märchen "Die stolze Prinzessin" bekannt.

Wir sieben stolperten an diesem Morgen mitten hinein in eine neue Filmkulisse für „Die Pilgerin“. Es war so echt, dass wir einige Zeit brauchten, um das wirklich zu begreifen – und bis dahin spielten wir recht fröhlich Marktfrau, Fischer-Ehepaar beim Netzeflicken ...

Welch ein Erlebnis auf nüchternen Magen. Zumal wir zunächst viel Spaß mit Plaste-Fischen hatten, plötzlich aber an echte, schon etwas stinkende gerieten.

Nach dem Spaß, den uns die Filmcrew trotz ihrer Arbeit gönnte, ging es zurück – und zwar kräftig berghoch. Wir hatten uns das Frühstück redlich verdient. Der Rest der Truppe wartete - ebenfalls hungrig - auf uns.

Und dann ging es „wirklich“ los mit unserer Weitwanderung.

Nach dem kurzen Anmarsch zum EB (1,5 km vom Hotel) kommt rasch der erste Höhepunkt: Šaunštejn (Hohenleipaer Raubschloss), eine Felsenburg. Sie liegt wenige Meter neben dem Wanderweg. Unsere Rucksäcke versteckten wir für den kurzen Aufstieg im Gebüsch – sie hätten in den engen Kaminen ohnehin gestört. Trotz des nicht traumhaften Wetters hatten wir eine schöne Aussicht auf die Böhmische Schweiz bis in die Sächsische mit dem Lilienstein und der Festung Königstein. Und natürlich auf unseren Weg. Die Stimmung steigt, denn die Tour - das wird nun allen klar - wird traumhaft.

Weiter ging es durch Sandsteingebilde und herrlichen Wald ... und immer wieder gab es herrliche Aussichtspunkte: der Rudolfuv kámen (Rudolfstein), die Vilemínina stena (Wilhelminenwand) und der Mariina skála (Marienfels).

Doch schon etwas erschöpft erreichten wir gegen 14 Uhr Jetrichovice (Dittersbach).

Und hier geschah es: die erste Meuterei. Der Weg sei zu lang, zu viele Höhenmeter, das hätte ich bei der Planung bedenken müssen.

Hm. Hatte ich – sogar mit Hilfe von fernweg.de.

Der Ruf nach einem Transportmittel wurde laut. „Wo ist denn hier eine Bushaltestelle?“ Die fanden wir nach einer herrlichen Rast in einem gemütlichen Gasthof, wo wir die erste Sonne der Wandertour und tschechische Köstlichkeiten genossen. Aber ein Bus fuhr nicht – und falls doch - dann nicht in unsere Richtung.

Also weiter. Der romantische Pavlínino údolí (Paulinengrund), ein etwa 3,5 km langes canyonartiges Tal, das der Chribská Kamenice-Bach in den Kreidesandsteinen gebildet hat, versöhnte recht schnell. Langsam nun liefen die Sandsteinfelsen aus ... Den ersten Wanderern geht ob des stetigen Auf- und Abwärtslaufens die Puste aus – der Studenec (736 m), ein charakteristischer kegelförmiger Basaltberg, bleibt heute unerklommen, die Gruppe trennt sich in Studeny. An einer Pension bleiben vier Netzwerker zurück und hoffen, ein Taxi zu ergattern. Es soll ihnen nach einigen Schwierigkeiten gelingen – sie treffen genau mit den anderen im Hotel Permon in Chribska ein.

Von Studeny aus verlassen wir den EB und nehmen eine „leichtere“ Variante – entlang des Baches. Es geht nahezu auf die Höhe des Studeny, dass wir auch hätten dem EB-Verlauf folgen können. Hätten, eben. Aber, wir finden im Wald den richtigen Abzweig und steigen ab zu unserem Hotel. Heute haben wir uns ein richtig leckeres Abendbrot richtig verdient.

Fazit des Tages: ein wundervoller aber anstrengender Abschnitt.


3. Tag von Chribska nach Horni Svetla

Berichterstatter: Friedhelm Arning (Dienstag, 11. Juni)

Nachdem der gestrige Tag, zumindest für mein Gefühl, ganz schön auf die Knochen gegangen war, winkte heute Wiedergutmachung: Das erste Teilstück der heutigen Etappe sollte mit dem !!Bus!! zurückgelegt werden, was uns nicht unerhebliche 3,5 km stetigen Aufstiegs ersparen würde.

So standen wir denn nach frühem Frühstück gestiefelt und teils gamaschiert um halb neun an der Bushaltestelle – man weiß ja nie, ob tschechische Busse nicht notorisch viel zu früh kommen – und genossen schon mal die ersten wärmenden Strahlen eines durchwegs sonnigen Tages. Zunächst näherte sich ein 1-PS-Bus. Ordnungsgemäß hielt der Gaul an der Haltestelle an, und war nur mühsam von seinem Lenker zu überzeugen, dass wir noch auf eine andere Linie warteten. Diese kam dann auch pünktlich und brachte uns an den Ausgangspunkt für den heutigen  Wandertag.

Mit wenigen Ausnahmen verlief die Etappe im Wald auf breiten, anfangs asphaltierten, später geschotterten Forstwegen, so dass wir zügig vorankamen. An der kleinen Bahnstation Jedlova – mitten im Wald gelegen und ein Objekt für Eisenbahnnostalgiker – wurde ein Pause eingelegt. Sie verlängerte sich noch dadurch, dass auf dem vorhergehenden Wegabschnitt nach einer dort verlorengegangenen Sonnenbrille gesucht werden musste – leider ergebnislos.

Das nächste Teilstück führte uns dann auf die Ruine der Burg Tolstejn (Tollenstein), eines der bedeutendsten Ausflugsziele im Lausitzer Gebirge. Die dort 1865 errichtete Gaststätte war genau der richtige Rahmen für eine ausgiebige Mittagspause. Während einige von uns gegen Gebühr auf einen Aussichtspunkt über der Ruine hochstiegen, konnten sich andere aus einem Werk über den „Guten Ton“ belehren lassen, das sicher schon zum Gründungsinventar der Gaststätte gehört hatte. Auch für mögliche Themenfelder unseres Vereins tat sich dabei doch die ein oder andere interessante Anregung auf: So sei es z.B. recht schicklich, wenn, so wie bei uns, junges Volk beiderlei Geschlechts zusammen in der freien Natur unterwegs ist, dieses von einer Gouvernante begleiten zu lassen. Summa Summarum war aber festzustellen, dass das Feld „Der gute Ton beim Weitwandern“ noch ziemlich unbeackert ist.

Der weitere Weg verlief dann, abgesehen von einem etwas längeren steilen Anstieg, unschwierig direkt auf der deutsch-tschechischen Grenze bis zu unserem Zielort. Dank der morgendlichen !!Busfahrt!! blieb auch auf diesem letzten Wegabschnitt noch ausreichend Zeit für eine ausgiebige Rast in einer kleinen Ferienidylle (Luz-Baude), bei der wir uns hemmungslos dem Genuss von Obstknödeln, Honigkuchen und anderen Leckereien hingeben konnten. Gleichwohl war auch im Hotel noch Zeit, sich gebührend auf das Abendessen und das gute tschechische Bier vorzubereiten.


4. Tag von Horni Svetla nach Jitrava

Berichterstatter: Katti und Lars Göhlert (Mittwoch, 12. Juni)

Start 8:45 in Horni Svetla bei Sonne satt und über 20°C.

Wir folgten weiter dem E3 bis Dolni Svetla (bis dahin innerorts auf der Straße), im Potravini (Tante-Emma-Laden) gab es leider keine Schokolade, aber man konnte sich mit Wasser und Obst versorgen. In der Ortsmitte von Dolni Svetla biegt der Weg steil nach links ab und führt durch einen malerischen Buchenwald. Okulte Objekte in Form von Stöckchen-Pyramiden säumten den Weg.

Aus dem Buchenwald kommend überquerten wir weite blühende Wiesen Richtung Krompach. In Krompach kurze Verschnaufpause am Baum der Freundschaft vor dem Rathaus, relativ langer und nicht so interessanter Weg durchs Dorf, zieht sich über ca. 3,5 km.

Dann folgt man der roten Markierung am Waldrand, danach geht es links ab steil bergauf zum Hochwald (tschech. Hvozd) durch ein ausgetrocknetes Bachbett. Nach ca. 2 Stunden erreichten wir die Hochwaldbaude (752 m über dem Meer) genau auf der Grenze zwischen D und CZ, wo dank der fantastischen Fernsicht an diesem Tag ein schöner Blick zu den umliegenden Bergen möglich war.

Weiter ging es durchs „Niemandsland“ auf dem Grenzstreifen D/CZ über das Kammloch Richtung Petrovice auf einem Waldweg. Dazwischen ist ein kurzer Abstecher auf den Sokol möglich, allerdings kaum zu empfehlen, da die Burg nur noch als minimal Mauerreste erkennbar ist und Aussicht gegen Null.

Nach 5 Stunden Wanderung wollten wir in Petrovice einkehren, leider hatte die einzige Wirtschaft zu, obwohl die Öffnungszeiten etwas anderes vermeldeten.  Wir wanderten weiter durch eine Wiesenlandschaft Richtung Wald, im Wald dann an einem Bach entlang, wo wir außergewöhnliches Gras entdeckten, dass aussah wie ein Pferdeschweif.

Achtung: Auf halber Strecke zwischen Petrovice und Horni Sedlo kann man sich verirren, da die Wegmarkierung wegen Baumfällarbeiten verschwunden ist.

Darauf folgte einer der schönsten Teile dieser Etappe, ein herrlicher Hohlweg hinunter in den Kaisergrund (Krasny dul). Räuber wurden an diesem Tag nicht gesichtet.

Wir erreichten den Dorfrand von Horni Sedlo (Zuruf eines Einheimischen: „Budapest ist nicht mehr weit“). An der kleinen Kirche geht es links ab, wir verließen den Ort Richtung Wald.  Hier wurde dann bei einer Waldrast der letzte Proviant verzehrt.

Weiter ging es der roten Markierung folgend über einen anspruchsvollen, schmalen Weg zum Vysoka, dann wollten wir eigentlich auf dem grünen Weg absteigen, aber der Weg war weiterhin rot gekennzeichnet. Denn der EB/E3 ist hier verlegt worden. Glaubten wir noch, unsere Unterkunft in Jitrava nur mit 3,5 km Umweg zu erreichen – so wurden wir hier echt überrascht: Der Weg führt nun direkt durch diesen Ort – und direkt am Hotel vorbei. Juchu!

Ein Wahrzeichen kurz vor Jitrava sind die große Felsen am Fuß der Berge, dann führt der jetzt rote Weg (in alten Karten noch grün) über einen Feldweg zur Fernverkehrsstraße E442, dahinter lag unser Hotel (mit Wellness-Bereich), in dem man uns abends auf der Terrasse mit sehr gutem Essen verwöhnte.

Anm. Einer unserer Wandersleute gönnte sich hier eine Massage ... und war fit für die restlichen Tage.



5. Tag von Jitrava nach Liberec (Reichenberg)

Berichterstatter: Regine Bogner und Bernhard Mall (Donnerstag, 13. Juni)

Nach einem leckeren Frühstück mit frischem Obst brachen wir vom Luxushotel „Zum Hufeisen“ (Hostinec u Podkovy) in Jitrava zur nächsten Tagesetappe auf nach Liberec (Reichenberg). Auf der abwechslungsreichen Wanderstrecke von ca. 18 Kilometern wurde als Höhepunkt der Jested bestiegen (mit 1012 Höhenmeter einer der markantesten Berge des Isergebirges). Ein krönender Abschluss war die Besichtigung von Liberec (Reichenberg), kulturelles und wirtschaftliches Zentrum Nordböhmens. Darüber hinaus bot die Wanderstrecke eine Fülle von landschaftlichen Eindrücken, zu denen auch Einblicke in die Waldwirtschaft im Einzugsgebiet der aktuellen Hochwasserkatastrophe gehörten.   

Führung des Wanderwegs:

Überzeugend war auch bei dieser Etappe die vorbildliche Markierung der benützten Wanderwege: Mit viel Einfühlungsvermögen und Fleiß werden Wegweiser und Markierungen auf aktuellem Stand gehalten. Leider  wird allerdings auch in Böhmen dem Trend gefolgt, Wald- und Wiesenfußwege aufzugeben und mit den Wanderstrecken auf befestigte Feld- und Forstwege umzusteigen: So wurde der Europäische Fernwanderweg E 3 ab Jitrava  von Wiesen- und Waldwegen (Richtung NO) leider auf die alte Ortsanbindung an die Straße E 442 Richtung NW verlegt. Von dort geht es  zum Velký Vápenný (790 m) überwiegend auf Forstwegen.  Auf dem Weg vom Gipfel Richtung Osten taucht ein zusätzliches Problem auf:  In der aktuellen Kompass-Karte (Nr.2085) „Jizerské hory Isergebirge“ M 1:50 000 (Stand 2010) ist der weitere Verlauf des E3 im Gegensatz zu älteren Karten nördlich über Krystoforo Udol eingezeichnet. Allerdings ist diese Kartenänderung in der Natur nicht beschildert, die Beschilderung entspricht dem älteren Kartenstand! Hier zeigt sich wieder einmal mehr, dass die Änderung bewährter und markierter Trassen fragwürdig ist: Je nach  Kartenstand unterscheiden sich die Strecken. Unsere Gruppe folgte dem markierten Weg und damit dem alten Kartenstand zum Jested.

Waldwirtschaft:

Die aktuelle Hochwasserkatastrophe, die ja auch kurzfristige Umplanungen von Mitgliederversammlung und Wanderstrecke  notwendig gemacht hatte, gab besonderen Anlass, auf Waldwirtschaft und Oberflächenabfluss im Wandergebiet zu achten. Dabei zeigen sich Zusammenhänge, die in den aktuellen Diskussionen kaum auftauchen. Ins Auge springen dabei offensichtliche Veränderungen in der Zusammensetzung des Waldes. Auch die Erschließung und Holznutzung spielen eine wichtige Rolle. Bei der Baumartenzusammensetzung in den mittleren Hanglagen fällt auf, dass die Weißtanne weitgehend fehlt.

Waldbeschreibungen und Ortsnamen weisen aber darauf hin, dass die Weißtanne ursprünglich Hauptbaumart war. Der weitgehende Verlust dieser Baumart wird auf die starke Luftverschmutzung zurückgeführt. Die aufwendigen Bemühungen, die Weißtanne wieder am Waldaufbau zu beteiligen, zeigen sich an unzähligen kleinen Zäunen mit gepflanzten Weißtannen, die zum Teil zusätzlich nochmals durch Drahthosen gesichert sind: Diese teuren und insgesamt nur kleinflächig erfolgreichen Maßnahmen machen den nirgends angesprochenen Schadfaktor „Beweidung durch überhöhte Hirsch- und Rehbestände“ deutlich, der eine kleinflächige, jungwuchsreiche und damit oberflächenabflussarme Waldwirtschaft unmöglich macht. Statt kleinflächiger Nutzung werden die in den Hanglagen vorherrschenden überwiegend gleichaltrigen fichtenreichen Bestände  mit Streifenkahlschlägen genutzt: Kahllegung und fehlender Jungwuchs tragen zu beschleunigtem Oberflächenabfluss bei. Bei den Wegebaumaßnahmen im Wald wären zusätzliche Maßnahmen zur Versickerung und die damit verbundene Rückführung des Oberflächenwassers in das Grundwasser, ferner eine schonende Bringung des Holzes hilfreich. Zusammenfassend darf bemerkt werden, dass der böhmische Wald und die hochwassergefährdeten Regionen für die Fortführung der feudalen Trophäenhege (Haltung hoher Wildstände für bequeme Trophäenjagd) einen hohen Preis zahlen.

Wegverlauf:

Zunächst führte uns der markierte E3 zur Rast bei der Christophorus – Kapelle. Die Beschilderung weist auf den Silberbergbau im Raum Krystoforo Udol vom 16. bis zum 18. Jahrhundert hin. Weiter ging´s vorbei am Malý Jested (754 m) zur Auffahrt Jested. Viel Schweiß forderte der steile, steinige Weg zum Gipfel (1012 m).

Mit seinem futuristischen Sendeturm mit Hotel im Raumschiff-Enterprise-Design ist er das Wahrzeichen von Liberec (Reichenberg). 2009 fand hier die Nordische Skiweltmeisterschaft statt.

Vom Gipfel fuhren wir mit der Gondelbahn zur Talstation, vorbei an der Sprungschanze im Sommerbetrieb.

Die Liberecer Straßenbahnlinie Nr. 3 brachte uns ins Zentrum,  wo wir in den Hotels Radnice und Residenz Salvia unsere Zimmer bezogen.

Lutz brachte uns mit einer interessanten Stadtführung die relativ junge Geschichte der Stadt in ihren bauhistorischen Besonderheiten näher. Im 19. und anfangs des 20. Jahrhunderts wurde Reichenberg durch die Industrialisierung, vor allem die Entwicklung der Textilindustrie, reich: prachtvolle Neorenaissancebauten und Jugendstilgebäude (besonders schön das Hotel Praha) zeugen von diesem Wohlstand. Am Rande des Zentrums stehen sich ein finsterer NS-Bau und das moderne 30-er -Jahre Bata-Gebäude gegenüber. Lutz hatte noch eine weitere Besonderheit entdeckt: Eine Haltestelle als Mahnmal für die Vertreibung und Vernichtung der Juden.

Herzlichen Dank an Katharina und Carsten, die uns mit dieser  wunderbar vorbereiteten Tour in ein Wandergebiet eingeführt haben, das herrliche Natur, schöne Wege, kulturelle Highlights und Gastlichkeit bietet.



6. Tag von Liberec über Frydlant und Heinice nach Bily Potok

Berichterstatter: Peter Römer (Freitag, 14. Juni)

Wir sind wir wieder früh auf den Beinen und um 8.30 Uhr in Liberec am Bahnhof.

Lutz fährt nach Hause, Lars holt in Jonsdorf sein Auto.

Es regnet, macht aber nichts, denn Bahnfahrt und Schlossbesichtigung in Frydland stehen an.

Im Ort Frydlant beeindruckt der riesige Marktplatz mit pompösen Rathaus und Waldstein(Wallenstein)-Denkmal.

Dann geht es zum Schloss. Seit dem 12 .Jahrhundert bewacht es böhmische Handelswege. Neben interessanten Alltagsgegenständen wie Kaminöfen, Bad- und Kücheneinrichtungen erklärt uns die nette tschechische Führerin die vielen Porträts der verschiedenen Besitzerfamilien. Der berühmteste Besitzer war General Waldstein. Er erwarb das Gut Frydlant und blieb Eigentümer bis er ermordet wurde. Einer seiner Verräter wurde der nächste Schlossherr.

Dank Lars, der inzwischen mit dem Auto eingetroffen ist und unsere Rucksäcke nach Bily Potok mitnimmt, geht die Wanderung ohne Gepäck dafür wieder im Sonnenschein weiter.

Der Weg wird wildromantisch. Bernhard ist begeistert: umgestürzte Bäume bleiben liegen und helfen neuem Leben, sich zu entwickeln. Zwischendurch gibt es noch mal einen Blick auf den Jested. In Oldrichoske Seldo ist dann Kaffepause.

Weiter auf dem Weg durch herrlichen Buchenwald sehen wir am Wegrand die Stationen eines Kreuzweges, der bei der sehr schönen Wallfahrtskirche in Hejnice endet.

Von Hejnice fahren wir eine Station mit der Eisenbahn nach Bily Potok – so sparen wir rund 5 km Asphalt-Lauf. Unser Tschechisch reicht nicht aus, um am Automaten Fahrkarten zu ziehen. Wir ziehen zwar etwas – aber hätte die Karte gereicht für unsere Truppe?

Dann in Bily Potok geht es nochmal 3,5 km bergan. Schweißtreibend in der Abendsonne, aber vorbei an herrlichen Umgebindehäusern – die meisten inzwischen Wochenendgrundstücke für Liberecer.

In der Bartova Bouda wartet Lars schon mit dem Gepäck auf uns. Der Tag klingt mit einem Essen auf der Terrasse aus, von der wir einen weiten Blick ins Tal der Potok haben.


7. Tag von Bily Potok über den Wasserfall, Gipfelhopping, im Frydlanske cimburi, zurück auf EB/E3 – Smedava – Predl – Palicnik – Bily Potok)

Berichterstatter: Ilka Stanek (Sonnabend, 15. Juni)

Der Tag begrüßte uns mit herrlichem Sonnenschein. Nachdem wir Katrin und Lars verabschiedet haben ging es ohne Gepäck von Bily Potok zum Wasserfall. Es ein sehr schöner romantischer Ort.  Alle nutzten die Zeit zum Fotografieren und natürlich auch um sich etwas auszuruhen.

Dann folgte der Aufstieg weiter zum „Poledni“ mit Gipfelkreuz (1.006 m). Der Weg dahin war sehr schön, jedoch steinig und steil. Oben angekommen bot sich uns ein herrliches Panorama. Das Gipfelkreuz war nur über eine Leiter zu erreichen. Alle, bis auf „Hasenfuß 1“ (Katharina) und „Hasenfuß 2“ (Ilka), haben die letzten zwei Meter zum Gipfel gemeistert. Da es bereits Mittag war  wurde eine längere Pause eingelegt. Die meisten von uns nutzten diese für ein kleines Nickerchen“.                                                                                                                             

Der weitere Weg führte uns, mit sehr schönen Ausblicken in die Umgebung, bis zur Baude „Horska CHATA SMEDAVA“. Hier wurde ausgiebig zu Mittag gegessen. Der Renner waren die Blaubeerknödel.

Nach diesem Stopp trennte sich die Gruppe nach ca. 3,5 km. Regine, Helmi und Friedhelm stiegen auf Grün direkt zur „Bartlova Bouda“ nach Bily Potok ab. Alle anderen  machten sich auf den Weg zum „Palicnik“ (944 m).  Auf dem Weg dahin wurden wir wieder mit einem sehr schönen Panorama belohnt. Gegen 17 Uhr erreichten wir unser Ziel.  Zu allererst haben wir der „Starenkasten“ mit dem Stempel und dem „Begrüßungstrunk“ unseres Wirtes gesucht und natürlich gefunden. Zu unserer Überraschung war ein „Begrüßungstrunk“ eine kleine Flasche „Freiberger Magenwürze“. Natürlich haben wir uns für diesen entschieden und haben ihn uns schmecken lassen. Gut gestärkt bestiegen wir den „Palicnik“. Von hier hatten wir einen sehr schönen Blick  in die Landschaft. Nach letzten Fotos war es Zeit für den Rückweg. Dieser führte direkt ins Tal, durch Wald, Flussbetten und über 4 Brücken, zur „Bartlova Boude“ nach Bily Potok. Dort erwarteten  uns schon Regine, Helmi und Friedhelm. Der Tag klang mit einem typischen Abendessen nach Art der „Bartlova Boude“ aus.

Hier in der Klamm geht es streckenweise nur mit dem Boot voran ...Rast beim Aufstieg zum Prebischtor.Hoch über dem Prebischtor ... nur die Netzwerker :-)Welch ein Auftakt ...Strahlende Gesichter zum Start der einwöchigen Wanderung - hier vorm Hotel in Vysoka Lipa.Herrliche Abendstimmung auf den Teil der Böhmischen Schweiz, wo wir am nächsten Tag entlang kommen werden.... wie Friedhelm zu einer neuen Leidenschaft kam.Dieser romantische Ort war gerade mal wieder Filmkulisse ... und wir mittendrin.Auch wenn es nicht so aussieht - der Blick vom Saunstejn war genial.Im PaulinengrundSchnell weg von der Straße nach der kurzen Busfahrt.ufbruch von der Pension "Ceska Chalupa", die direkt am EB liegt.Eine Wohltat und ein Muss: Waldmeisterbrause.Ziel in Sicht: der Jested.Ziel erreicht: der Jested.Nach der Besichtigung der Burg Frydlant (im Hintergrund) der gleichnamigen Statdt, geht es nun hinein ins Isergebirge.Start zur letzten Tour der Wanderwoche - im Hintergrund die Bartlowa Bouda.
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